Britische Presse von koreanischem Essen begeistert

Die koreanische Küche hat in den britischen Medien für Aufmerksamkeit gesorgt. „The Telegraph“, eine in London ansässige Tageszeitung, hat am 10. September in dem Artikel „Korean food: a spice sensation taking Britain by storm“ (‚Koreanisches Essen: eine scharfe Sensation, die Großbritannien im Sturm erobert‘) berichtet, dass koreanisches Essen Begeisterung auslöst.

Die Zeitung berichtete, dass die koreanisch-amerikanische Chefin Judy Joo im November das Restaurant Jinjuum im Londoner Bezirk Soho eröffnen wird und dass sie im Rahmen ihrer Anfang nächsten Jahres anlaufenden Fernsehsendung „Korean Food Made Simple" (‚Koreanisches Essen einfach zubereitet‘) kochen wird. Die Zeitung berichtete auch, dass Joo ihre Rezepte für traditionelles koreanischen Essen für westliche Köche vereinfacht habe, wie am Beispiel von Bossam, in Scheiben geschnittener, karamellisierter Schweinebauch, gereicht mit Salatblättern, eingelegtem Gemüse, Soja- und Knoblauchpaste, gezeigt wurde. Die Zeitung hat auch über Hotteok, eine Art frittierter Pfannkuchen, der mit gehackten Erdnüssen, Zucker, Salz und Zimt gefüllt ist, geschrieben.

Der Artikel in der Zeitung „The Telegraph“ über koreanischen Essen in Großbritannien enthält ein Interview mit der US-Chefin Judy Joo.
Der Artikel in der Zeitung „The Telegraph“ über koreanischen Essen in Großbritannien enthält ein Interview mit der US-Chefin Judy Joo.

Die Zeitung berichtete, dass sich koreanisches Essen in den USA großer Beliebtheit erfreut. „Seit Michelle Obama ihr eigenes Kimchi-Rezept getwittert hat und Gwyneth Paltrow Bibimbap auf YouTube kocht, sind koreanische Barbecues in den meisten amerikanischen Städten zu einer festen Einrichtung geworden.“

Bislang hat die koreanische Küche die britische Restaurantszene noch nicht erobert, da die koreanische Gemeinde in Großbritannien nicht so groß ist wie anderswo, aber die Dinge ändern sich, schrieb das Blatt.

„Koreanisches Essen ist gesund, geschmackvoll und belebend“, wurde Joo zitiert. „Die koreanische Küche mag bislang noch nicht im großen Stil in das Bewusstsein vorgedrungen sein, aber mit Gerichten wie diesen sollte sich das ändern“, schrieb die Zeitung. Kimchi gäbe es in sämtlichen Geschmacksrichtungen von sauer über süß und salzig, bis hin zu bitter und scharf.

Kimchi sei in koreanischen Supermärkten erhältlich, sicher vakuumverpackt und zudem online erhältlich. Es sei vermutlich das Beste, auf die eigene Herstellung von Kimchi zu verzichten, es sei denn, man habe einen dafür vorgesehenen Kühlschrank. Der „stinkende“ Geruch übertrage sich auf alles, womit es in Kontakt komme, schrieb die Zeitung.

„Feinkostgeschäfte wie Kimchi Cult, Busan BBQ und Galbi Bros haben Begeisterung für die koreanische Küche erweckt. Auf den Straßen bilden sich Schlangen von Menschen, die wegen Bulgogi Burgern oder krossem koreanischen Huhn anstehen“, berichtete die Zeitung.

Der Artikel enthielt auch einen Tipp über die Essensgewohnheiten der Koreaner: „Koreaner teilen ihr Essen gern und die Speisen werden alle zur selben Zeit serviert, manchmal bis zu 20 verschiedene Schüsseln. … Machen Sie sich aber keine Sorgen, wenn Sie ein eigenes Hauptgericht bestellen“, das im Allgemeinen Reis, Dumplings und Beilagen umfasst.

 

 

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