Der Heilung von Herzleiden einen Schritt nähergerückt: Forscher entwickeln Blutgefäße

Forschern des Krankenhauses der Seoul National University (SNU) ist es erstmalig gelungen, Fibroblasten in Erwachsenenhaut direkt in vaskuläre Endothel-Zellen umzuwandeln.

Die Kardiologen des SNU-Krankenhauses haben eine Methode entwickelt, um Fibroblasten (SFBs) in Erwachsenenhaut direkt in vaskuläre Endothel-Zellen (iECs) umzuwandeln, ohne die Fibroblasten in induzierte pluripotente Stammzellen umzuwandeln. Bislang haben die Forscher generell versucht, induzierte pluripotente Stammzellen aus den Fibroblasten zu kultivieren und dann die Stammzellen in vaskuläre Endothel-Zellen zu transdifferenzieren. Dieser traditionelle Prozess kann jedoch Tumoren auslösen. Auch kann das Kultivieren von Stammzellen sehr kompliziert sein, was die Kommerzialisierung der Technik erschwert.

Durchblutungsbedingte Herzerkrankungen wie Angina und Herzinfarkte zählen zu den häufigsten Todesursachen in der modernen Welt. Gegenwärtig werden als Behandlungsmethoden koronare Stents, koronare Bypass-Operationen und Medikamente eingesetzt. Diese Methoden sind allerdings weit davon entfernt, gesunde Blutgefäße zu regenerieren. Die kürzliche Entdeckung der SNU wird erwartungsgemäß einen großen Beitrag zur Bekämpfung von Herz-Kreislauferkrankungen leisten.

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