Die Globalisierung der Sojasoße: Sempio Foods Company

Produkte, die von der Sempio Foods Company aus fermentierten Sojabohnen hergestellt wurden.
Produkte, die von der Sempio Foods Company aus fermentierten Sojabohnen hergestellt wurden.

Vor über 600 Jahren, im Jahr 1411, wurde das Gebiet von Joseon von einer großen Hungernot getroffen. Im November desselben Jahres hat König Taejong (Regierungszeit 1400-1418) jeden Bezirk angewiesen, Sojasoße (Ganjang) aus 500 Beuteln Sojabohnen herzustellen und den Menschen zur Verfügung zu stellen.

Zwei Jahrhunderte später, als die Mandschuren im Winter 1636 Joseon besetzten, haben König Injo (Regierungszeit 1623-1649) und seine Soldaten in der Festung Namhansanseong Zuflucht gesucht. Umgeben von feindlichen Streitkräften verfügten sie nur über 14.000 Beutel Reis und 200 Krüge Sojasoße. Die 12.000 Soldaten haben unter der Belagerung 47 Tage überlebt, indem sie sich von Reisbrei, Sojasoße und Wasser ernährten.

Seither wurde Sojasoße als Grundnahrungsmittel für die ganze Nation betrachtet. Es gibt ein Unternehmen, das sich seit vielen Jahren als Marktführer auf dem koreanischen Sojasoßen-Markt etabliert und zu einer Marke entwickelt hat: die Sempio Foods Company.

Sempio wurde im Mai 1954 vom koreanischen Büro für geistiges Eigentum als Marke registriert und gilt seit vielen Jahren in Korea als Marktführer. Mit dem Ziel, die Elemente der traditionellen koreanischen Küche zu berücksichtigen und die koreanische Küche weltweit bekannt zu machen, nahm Sempio 1946, im Jahr der Befreiung von der Kolonialherrschaft, seinen Betrieb in einer Fabrik in Chungmuro, im Stadtteil Jung-gu im Zentrum von Seoul auf.

„Ich werde nichts verkaufen, was meine Familie nicht essen kann.“ Unter diesem Motto des Gründers begann Sempio mit der Herstellung der Produkte, die in den 1950ern zu Verkaufsschlagern auf dem einheimischen Sojasoßenmarkt wurden. In der Vergangenheit haben die Menschen die Sojasoße zu Hause zubereitet. Durch die moderne Massenproduktion hat Sempio diesen Trend jedoch verändert, weil die Menschen nun begannen, Sojasoße eher zu kaufen, als sie zu Hause herzustellen.

1987 hat das Unternehmen die größte koreanische Sojasoßenfabrik in Icheon, Gyeonggi-do (Provinz Gyeonggi), gebaut. Dort konnten 80.000 Kiloliter Sojasoße hergestellt werden. Es ist weltweit eine der größten Fabriken dieser Art. Sempio hat in diesem Jahr sein 68. Jubiläum und ist über einen langen Zeitraum zu einer erfolgreichen Marke geworden. Das Unternehmen konzentriert sich heute nicht nur auf Korea, sondern auf den globalen Markt und hat sich zum Ziel gesetzt, den Appetit weltweit anzuregen. Seit 1999 hat das Unternehmen viele seiner Sojasoßen in über 72 Länder der Welt exportiert.

 

Von Sojasoße zu Yondu

Sempio hat mit seiner neuen Gewürzproduktreihe Yondu kürzlich große Aufmerksamkeit auf dem Auslandsmarkt erzielt. Yondu ist ein Gewürzprodukt, das aus fermentierten Sojabohnen hergestellt wird. Es kann allen Speisen zur Geschmacksverstärkung hinzugefügt werden.

Die Entwicklung von Yondu geht auf den zunehmenden Trend der Verbraucher zurück, den Verzehr von Sojasoße und anderen fermentierten Produkten sowie die Verwendung von Salz zu reduzieren und auf MSG (künstliche Geschmacksverstärker) zu verzichten. Die alternative Verwendung natürlicher Gewürze, die aus Anchovis oder Rindfleisch hergestellt werden, ist auch problematisch, weil sie den ursprünglichen Geschmack der Zutaten verfälscht.

Yondu kam erstmals im Mai 2010 auf den Markt und hat seither eine Wende eingeleitet, die die Entwicklung des globalen Sojasoßenmarktes widerspiegelt. Es hat einen höheren Amonisäure-Anteil, der das Essen etwas geschmackvoller macht. Yondu kam als neuer Gewürztyp auf den Markt, der weder MSG noch synthetische Konservierungsstoffe zur Verlängerung der Haltbarkeit enthält.

Ein Mitarbeiter von Sempio sagte: „Während des Prozesses zur Wiederherstellung der traditionellen koreanischen Sojasoße (Jonseon ganjang) haben wird die Merkmale entdeckt, die den Geschmack des Essens verstärken, ohne den ursprünglichen Geschmack zu verändern. Davon haben wir zuvor nichts gewusst. Mit dieser neuen Erkenntnis haben wir nun ein neues Produkt entwickelt und es den Chefs der gehobenen Restaurant weltweit vorgestellt, und wir haben einige großartige Rückmeldungen erhalten.“ Die traditionelle koreanische Sojasoße (Joseon ganjang) ist eine Art Sojasoße, die ursprünglich in der Zeit der Joseon-Ära hergestellt wurde und zumeist in Suppen verwendet wurde. Dank dieser Eigenschaften wird Yondu in den USA als „magische Soße“ betrachtet.

Viele Sempio-Produkte werden nach Europa exportiert.
Viele Sempio-Produkte werden nach Europa exportiert.

Yondu ist ein neues Gewürz, das unter Einsatz einer modernisierten Fermentierungstechnologie in Anlehnung an die traditionelle koreanische Sojasoße aus Sojabohnen hergestellt wird. Es wird als „magische Soße“ betrachtet und verstärkt den ursprünglichen Geschmack des Essens.

Um die koreanische Küche weltweit bekannt zu machen, hat Sempio sein „Jang-Projekt“ in Zusammenarbeit mit der Alícia Foundation, einem Forschungszentrum für die Zubereitung von Speisen in Spanien, umgesetzt. Das Unternehmen hofft darauf, dem europäischen Essen koreanische Soßen- und Pasten-Varianten hinzuzufügen, darunter Sojasoße, Chili- und Sojabohnenpaste. Es hat eine sogenannte „Jang-Konzept-Richtlinie“ entwickelt, um europäische Chefköche über koreanische Soßen und Pasten zu informieren, wenn sie damit erstmals in Berührung kommen. Darüber hinaus hat die Firma 150, Yondu enthaltende Rezepte für die spanische, französische und italienische Küche erstellt. Auf diese Weise soll die Verwendung von Bestandteilen der koreanischen Küche in Europa gefördert werden.

Die „Jang-Konzept-Richtlinie“ wird gemeinsam von Sempio und der Alícia Foundation geschaffen. Sie enthält Rezepte und Empfehlungen über Gerichte, die sich gut mit sieben Arten von koreanischen Gewürzen kombinieren lassen, einschließlich Sojasoße, Chili- und Sojabohnenpaste und Yondu.

Sempio zeigt Interesse an der Entwicklung der Küche weltweit. Im Mai 2013 hat das Unternehmen seine Forschungseinrichtungen zusammengeführt, die zuvor auf Seoul, Icheon und Yeongdong in Chungcheongbuk-do (Provinz Nord-Chungcheong) verteilt waren. Es hat das Sempio Fermentation Research Center in Osong in der Provinz Nord-Chungcheong eröffnet. Das neue Forschungszentrum konzentriert sich auf die Entwicklung neuer Soßen und Pasten, indem es 150 Pilzsorten aus dem ganzen Land sammelt. Park Jinsun, Geschäftsführer der Sempio Foods Company, hat die Bedeutung des Fortschritts betont: „Es ist wichtig, das Alte zu erhalten, aber es ist gleichermaßen wichtig, den Wandel fortzusetzen und den Fortschritt der modernen Küche zu fördern.“

 

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