Die Olympischen Spiele nun auf dem Weg nach PyeongChang

Die Olympischen Spiele in Rio 2016 endeten am 21. August mit einer spektakulären Abschlusszeremonie im Maracana-Stadium in Rio de Janeiro, Brasilien.

Am 21. August endeten die Olympischen Spiele in Rio 2016 mit einer spektakulären, karnevalistischen Abschlusszeremonie.

Die farbenfrohe Show, untermalt mit Samba-Rhythmen, füllte das Maracana-Stadion mit einer Energie, die sowohl die Athleten aus 207 Ländern, als auch ein Publikum von 80.000 Zuschauern begeisterte. Starker Regen und Wind konnten an diesem Abend niemandem die Laune verderben.

Die Athleten sorgten auch in diesem Jahr für ein spannendes und beeindruckendes Sportfest.

Der Jamaikaner Usain Bolt nutzte die Gunst der Stunde und sicherte sich nun zum dritten Mal in Folge bei den Olympischen Spielen dreifaches Gold über die Strecken 100 Meter, 200 Meter und 4 x 100 Meter. Michael Phelps, der bereits 22 Mal olympisches Goldgewann, sicherte sich in Rio fünf Goldmedaillen und eine Silbermedaille und bewies somit erneut, dass er der unangefochtene Meister des Schwimmens ist. 

Doch die Olympischen Spiele in Rio 2016 hatten mehr zu bieten als die Erfolge von Bolt und Phelps. Die Langstreckenläuferinnen Nikki Hamblin (Neuseeland) und Abbey D’Agostino (USA) stießen auf der 5000  Meter-Strecke zusammen und stürzten. Was dann passierte, wurde zu einem der wohl einprägsamsten Momente der Olympischen Spiele in Rio. D’Agostino war schnell wieder auf den Beinen und hielt an, um Hamblin aufzuhelfen. Als D’Agostino bemerkte, dass sie sich am Knie verletzt hatte, drängte sie Hamblin, das Rennen ohne sie wieder aufzunehmen. Hemblin aber weigerte sich, D’Agostino zurückzulassen, und so beendeten die beiden das Rennen zusammen.

Sie gewannen zwar keine Medaillen, aber eroberten dafür die Herzen der Zuschauer weltweit mit diesem Akt des Mitgefühls . Das Internationale Olympische Kommitee ehrte die beiden Läuferinnen mit der Pierre de Coubertin-Medaille für ihre außerordentlich faire, sportliche Haltung.

Das koreanische Nationalteam erkämpfte sich Medaillen in vielen verschiedenen Disziplinen.

Das koreanische Nationalteam sorgte über den Wettbewerb hinweg für gute Nachrichten im Heimatland. 

Die Bogenschützen holten die ersten Goldmedaillen für das Team Korea. Nach dem Sieg des Männerteams legte das Frauenteam nach und verteidigte seinen Meistertitel zum achten Mal in Folge. Auch in den Einzelwettkämpfen holten die koreanischen Bogenschützen Gold.

Jin Jongoh sicherte sich eine Goldmedaille in der Disziplin Freie Pistole 50 Meter der Männer, und ist der erste Schütze mit drei olympischen Siegen in Folge in derselben Disziplin. Im Taekwondo gewannen die koreanischen Athleten zwei Gold- und drei Bronzemedaillen und standen somit alle stolz auf der Siegertribüne. Star-Athletin Park Inbee brachte das letzte Gold in der Disziplin Golf nach Hause. Es war das erste Mal seit 116 Jahren, dass bei den olympischen Spielen wieder Wettkämpfe in dieser Disziplin ausgetragen wurden. Park, die über alle Runden mit starken Abschlägen überzeugte, gelang der Aufstieg an die Weltspitze des Golfsports, während die koreanische Nationalhymne im Stadion erklang. 

Nun sind die Olympischen Spiele in Rio 2016 vorbei, und die Aufmerksamkeit wird auf PyeongChang in Korea übergehen, wo 2018 die Olympischen Winterspiele stattfinden werden. 

Während der Spiele in Rio nutzten die Koreaner die Gelegenheit, um für die Olympischen Winterspiele in PyeongChang zu werben, indem sie ein Werbezentrum an der Copacabana errichteten. Das Organisationskommitee für die Spiele in PyeongChang war in Rio anwesend, um einen Eindruck von den Herausforderungen der Organisation einer großen, internationalen Veranstaltung wie den Olympischen Spielen zu erlangen. Das Kommitee wird die Erfahrungen aus Brasilien nutzen, um die zweiten Olympischen Spiele in Korea erfolgreich auszurichten.

„Die Olympischen Winterspiele in PyeongChang 2018 in den schneebedeckten Bergen Koreas werden Spiele ohne jegliche Einschränkungen in Sprache, Zugänglichkeit, Alter und Sicherheit sein,“ erklärte Lee Hee-beom, der Präsident des PyeongChang Organisationskommitees. „Wir arbeiten hart daran, ein Event zu gestalten, das Koreas IT-Fähigkeiten entspricht und das Frieden durch einen fairen Sportsgeist verbreitet.“

Zurück