Ehemaliger japanischer Premier spricht von Herzen kommende Entschuldigung aus

„Als ehemaliger Premierminister, als japanischer Staatsbürger und als Mensch bin ich heute hier, um meine aufrichtige Entschuldigung auszusprechen, aus tiefstem Herzen, gegenüber denjenigen, die hier gefoltert und getötet wurden.“

Am 12. August kniete der ehemalige japanische Premierminister Hatoyama Yukio (鳩山由紀夫) vor einem steinernen Denkmal an der Geschichtshalle des Seodaemun-Gefängnisses in Seodaemun-gu in der Innenstadt von Seoul nieder, das zu Ehren der aufopferungsvollen Handlungen von Unabhängigkeitskämpfern und -kämpferinnen aus Kolonialzeiten (1910-1945) errichtet worden war.

Der ehemalige Premierminister zog seine Schuhe aus, hielt einen Augenblick inne und vollzog eine tiefe Verbeugung zu Ehren der Unabhängigkeitskämpfer aus Kolonialzeiten. Er besichtigte dann die Gefängniszelle, in der Ryu Gwansun (1902-1920), eine weibliche Unabhängigkeitskämpferin, inhaftiert war. Dort bekundete der ehemalige japanische Premierminister seine Ehrerbietung und entschuldigte sich symbolisch mit zusammengelegten Händen bei der ums Leben gekommenen Unabhängigkeitskämpferin.

Er drängte auch den gegenwärtigen japanischen Premierminister Abe Shinzo (安倍晋三), der voraussichtlich aus Anlass des 70. Jahrestags der Beendigung des Zweiten Weltkriegs im Pazifikraum eine Rede halten wird, sich ebenfalls aufrichtig zu entschuldigen.

„Japan sollte historische Tatsachen anerkennen, da es in der Vergangenheit den Menschen vieler Länder enormes Leid zugefügt hat, darunter auch China und Korea, ein Land, das unter japanischer Kolonialherrschaft stand. Jedwede Erklärung von Abe muss Bedauern zum Ausdruck bringen und eine Entschuldigung an diese Nationen enthalten“, sagte er.

Der ehemalige japanische Regierungschef trug sich auch in das Gästebuch ein und brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass die Seelen aller Gefallenen in Frieden ruhen mögen.

Es ist das erste Mal, dass ein ehemaliger japanischer Premierminister die Geschichtshalle des Seodaemun-Gefängnisses besucht, einen Ort, der die Berichte über Akte der Aggression am Leben erhält, die im Namen des japanischen Imperialismus begangen wurden.

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