‚Fotos zeigen maskuline Schönheit von Dokdo‘

Fotoausstellung von Kim Jung-man über Dokdo
Fotoausstellung von Kim Jung-man über Dokdo
(Foto: Jeon Han)

 

Der Fotograf Kim Jung-man hat die östlichste Felsformation Koreas namens Dokdo mit einem Mann verglichen. „Dokdo ist wie ein schweigsamer Vater oder wie eine Mutterbrust. Es ist eine Insel mit mystischer Kraft“, sagte Kim.

Der prominente Fotograf hat seine Gefühle über die Inselansammlung erklärt, als er zu seinem Zweijahresprojekt, Dokdo zu fotografieren, befragt wurde. „Um ehrlich zu sein, habe ich Dokdo nicht als schönes Objekt betrachtet“, sagte Kim. „Inseln im Gelben Meer sind von weiblicher Schönheit, aber Dokdo ist eher maskulin“, erklärte er. „Dokdo ist wie ein Mann aus Gyeongsang-do (Provinz Gyeongsang). Dokdo ist distanziert und bedeutsam.“

Kim hat in den vergangenen zwei Jahren sämtliche Energie in sein Projekt investiert. Das Resultat liegt nun mit über 20.000 fotografischen Arbeiten vor. Er erläuterte die Schwierigkeiten des Fotografierens: „Es war so, als bitte man einen schweigsamen Mann um eine Verabredung.“ Er sagte, dass er die Insel im Winter nicht erreichen konnte. Er schaffte es vier oder fünf Mal auf die Insel zu kommen, nachdem er sieben oder acht Versuche unternommen hatte.

„Es ist eine sehr inspirierende Arbeit, Fotos von Dokdo zu machen. Ich fühle mich sehr geehrt“, sagte Kim. Für das Projekt habe er alle Kameras verwendet, die er auftreiben konnte. Von all seinen Fotos werden im Rahmen der Ausstellung 55 gezeigt.

Kim hat alle Fotos der Northeast Asian History Foundation (NAHF), einem in Seoul ansässigen historischen Forschungszentrum, gespendet. „Ich hoffe, dass sich meine Dokdo-Fotos großer Beliebtheit erfreuen und im Ausland ausgestellt werden“, sagte der Fotograf.

„Ursprünglich habe ich über einen abstrakten Titel für die Ausstellung nachgedacht, aber dann habe ich entschieden, die exakte Position von Dokdo als Ausstellungstitel zu wählen, weil darin alle Inseln enthalten sind, die zu Dokdo gehören, einschließlich der kleinen, äußeren Felsen“, sagte Kim. Der Titel der Fotoausstellung lautet: „1-96 Dokdo-ri, Ulleung-eup, Ulleung-gun, Gyeongsangbuk-do, Korea”.

„Die fotografische Arbeit über Dokdo sollte fortgesetzt werden. Ich werde auch weiterhin Fotos von der Insel machen, wann immer sich die Gelegenheit dazu bietet“, sagte Kim. „In den letzten zwei Jahren hatte ich keine Gelegenheit, die Insel im Winter zu besuchen. Ich hoffe wirklich, dass ich Fotos im Winter machen kann, um den Menschen zu zeigen, wie es dann dort aussieht.“

NAHF-Präsident Kim Hak-joon sagte: „Bis vor Kurzem haben Fotoausstellungen über Dokdo insbesondere darauf fokussiert, die Landschaft und das Ökosystem der Insel festzuhalten. Diese Ausstellung allerdings zeigt die Schönheit und die Einzigartigkeit von Dokdo in einer Art und Weise, wie sie der Fotograf wahrgenommen hat. Mit diesen Kunstwerken hat sich Kim bemüht, die Insel in ein Kunstobjekt zu verwandeln“, sagte der Präsident des historischen Forschungszentrums.

Die Fotoaustellung ist bis zum 11. August in der Haupthalle des Sejong Museum of Art in Zentrum von Seoul zu sehen. Der Eintritt ist frei.

 

Kim Jung-man 

(Foto: Jeon Han)
(Foto: Jeon Han)

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