Frost hält Blumen nicht vom Blühen ab

Adonis amurensis (Foto: Korea Forest Research Institute)
Im Januar dieses Jahres gibt es in Korea wieder Fröste. Trotz der frostigen Temperaturen blüht jedoch eine Blume, die Adonis amurensis. Einige der Amur-Adonisröschen waren aufgeblüht und zeigten ihre gelben Blütenblätter am 6. Januar im Hongneung-Wald, als die ersten Kaltwetterwarnungen für dieses Jahr herausgegeben wurden. Es stellte sich heraus, dass der 6. Januar laut Aussagen des Korea Forest Research Institute (KFRI) vom 8. Januar der bislang kälteste Tag des Winters war.  
 
Diese Blumen haben niemals zuvor Anfang Januar geblüht, und sie blühen 37 Tage früher als erwartet. Eigentlich wurde ihre Blüte für den 11. Februar erwartet, plus/minus 8 Tage. 
 
Die Durchschnittstemperatur im Dezember 2015 war 2 Grad höher als gewöhnlich aufgrund des Super-El-Nino-Effekts, der im November letzten Jahres begann und ständigen Regen brachte. Man geht davon aus, dass dies die unvorhergesehene Blüte des Amur-Adonisröschens Anfang Januar ausgelöst hat. 
 
Es dauert sechs Jahre, bis sich aus den Samen der Adonis amurensis eine Blüte entwickelt, hieß es vom KFRI. Das Institut sagte, dass die Blume nach einem harten Winter unter getrockneten Blättern oder Schnee wachsen kann. 
 
Der koreanische Name für die Blume lautet Boksucho und drückt den Wunsch nach Glück (bok) und einem langen Leben (su) aus. Die Blume blüht gewöhnlich am Anfang des Frühlings und hat deshalb noch verschiedene andere Namen erhalten. Sie wird auch Seollyeonhwa genannt, weil sie wie „eine Lotusblume (lyeonhwa) ist, die im Schnee blüht (seol).“ Sie wird auch Eisblume oder Binglihwa genannt – „eine Blume (hwa), die zwischen (li) dem Eis (bing) blüht.“ Sie erhielt auch den Namen Wonilcho, weil sie am Morgen des Neujahrstags (wonil) nach dem Mondkalender blüht.

 

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