Internationale Zusammenarbeit zur besseren Seuchenbekämpfung gefordert: Präsidentin

Präsidentin Park Geun-hye (Mitte) spricht über Wege zum sofortigen und effektiven Umgang mit neuen Arten ansteckender Krankheiten wie MERS, die das Land treffen könnten. Am 24. Juni spricht sie mit einer Expertengruppe im Präsidialamt Cheong Wa Dae.

 

Präsidentin Park Geun-hye ist am 24. Juni im Präsidialamt Cheong Wa Dae mit internationalen Experten für Seuchenbekämpfung und Prävention zusammengekommen, um sich in Bezug auf den Umgang mit ansteckenden Krankheiten wie MERS beraten zu lassen.

Zu der Expertengruppe gehörte Sylvie Briand, Leiterin der Behörde für pandemische und epidemische Krankheiten der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Brian McCloskey, Leiter der Einrichtung Globale Gesundheit für Volksgesundheit England, der auch als Berater für die WHO tätig ist, sowie Stephen Redd, Leiter des Büros Public Health Preparedness & Response Office (Büro für Öffentliche Gesundheit, Vorbereitetsein & Reaktion) in den Zentren zur Vorbeugung und Bekämpfung von Seuchen (CDC).

„Ich hoffe, dass Experten wie Sie einen Erfahrungs- und Wissensaustausch in Bezug auf die wirksame Kontrolle über die lebensbedrohliche Krankheit MERS betreiben – ein neuer Virus in Korea“, sagte Präsidentin Park. „Da wir in einer Zeit leben, in der sich jeder frei in der Welt bewegen kann, ist es für ein einziges Land unmöglich, einen Umgang mit dieser Art von Epidemie zu finden. Dies erfordert gemeinsame Bemühungen auf internationaler Ebene. Die internationale Zusammenarbeit ist in diesem Moment besonders wichtig“, betonte die Präsidentin.

Präsidentin Park Geun-hye (links) spricht am 24. Juni mit internationalen Experten der Seuchenbekämpfung und Prävention über Wege zur Stärkung der internationalen Zusammenarbeit.

„Der Mangel an Informationen oder die Verbreitung verfälschter Informationen kann viel größere Probleme verursachen als die Krankheit selbst“, warnte Briand. „Dieser Umstand könnte von der Gesellschaft als Ganzes beispielsweise einen Tribut fordern und der Binnenwirtschaft einen Schlag versetzen.“

Die Experten sagten, dass selbst ein Land wie Korea, das über eines der besten Gesundheitssysteme verfügt, für diese Art der asteckenden Viren angreifbar werden könnte, weil wir nur über ein sehr begrenztes Wissen über derlei neue Epidemien wie MERS verfügen. Deshalb müssten wir uns selbst im Vorhinein auf diese fatalen Krankheiten vorbereiten.

„Es ist offensichtlich, dass das Land versäumt hat, den Virus in den Anfängen zu kontrollieren, wenngleich es im Anschluss verstärkte Gegenmaßnahmen seitens der Regierung umgesetzt hat. Die Regierung sollte die Fehler korrigieren, mit denen sie während des Prozesses konfrontiert war, und auch das Notfallreaktionssystem des Landes erneuern“, sagten sie.

„In diesen Zeiten, in denen internationaler Austausch üblich geworden ist, werden wir in den nächsten Jahren verstärkt mit Seuchenausbrüchen konfrontiert sein. Die internationale Gemeinschaft muss ein Notfalleinsatzsystem gegen jeden möglichen Virus vorbereiten und die Kooperation auf diesem Gebiet fördern und kontinuierlich miteinander im Gespräch sein und entsprechendes Fachwissen austauschen“, erklärten sie.

Präsidentin Park Geun-hye (links) begrüßt die internationale Expertengruppe für Seuchenkontrolle und Prävention am 24. Juni im Präsidialamt Cheong Wa Dae (Fotos: Cheong Wa Dae).

In Reaktion darauf versprach Präsidentin Park: „Wir werden das gegenwärtige Notfallreaktionssystem grundlegend verbessern, sodass wir effektiver auf den Ausbruch jedweder neuen Pandemie reagieren können. Wenn der MERS-Virus unter Kontrolle gebracht wurde, wird die Regierung weiterhin mit den internationalen Experten zusammenarbeiten, um die Probleme zu analysieren und grundlegende Maßnahmen zur Vorbeugung ähnlicher zukünftiger Seuchenausbrüche zu erarbeiten.“

Präsidentin Park dankte den teilnehmenden Delegierten für ihre Einschätzung und sagte: „Bitte bündeln Sie Kräfte innerhalb der internationalen Gemeinschaft zur Intensivierung der Zusammenarbeit in dieser Sache.“

 

 

Zurück