Korea, China und Japan betonen Bedeutung der trilateralen Zusammenarbeit

Am 21. März findet in Seoul das trilaterale Außenministertreffen zwischen Korea, Japan und China statt.

 

Korea, China und Japan sind in Seoul zusammengekommen, um die trilaterale Zusammenarbeit zu intensivieren.

Bei dem „Siebten trilateralen Außenministertreffen“ zwischen Korea, Japan und China am 21. März in Seoul haben Koreas Außenminister Yun Byung-se, Chinas Außenminister Wang Yi und Japans Außenminister Fumio Kishida über Formen der gemeinsamen Zusammenarbeit der drei Ländern, über die Weiterentwicklung ihrer Zusammenarbeit sowie über internationale Angelegenheiten gesprochen.

In einer gemeinsamen Erklärung, die im Anschluss an das Treffen bekanntgegeben wurde, haben die drei Minister ihre Erwartungen formuliert: „Die Mechanismen der trilateralen Zusammenarbeitsollten sich anlässlich dieser Zusammenkunft, die nach fast drei Jahren stattfindet, erneuern.“ Sie erklärten auch, dass sie folgende Ansicht teilen: „Die Mechanismen der trilateralen Zusammenarbeit sollten weiterhin als wichtiges Rahmenwerk der Zusammenarbeit für Frieden, Stabilität und Wohlstand in Nordostasien dienen.“

Sie bestätigten, dass es trotz der ungewissen Situation in Nordostasien in den vergangenen Jahren in verschiedenen Bereich einen kontinuierlichen Prozess der trilateralen Zusammenarbeit gegeben hat. Sie begrüßten die diversen trilateralen Ministertreffen, die es in den vergangenen zwei Jahren auf verschiedenen Gebieten gegeben hat, darunter Umwelt, Kunst, öffentliche Gesundheit und Finanzen. Sie haben auch entschieden, die Förderung von über 50 zwischenstaatlichen Konsultationsformen engagierter voranzutreiben, einschließlich der 20 Einrichtungen auf Ministerebene und zahlreicher Kooperationsprojekte der drei Länder untereinander.

Die Minister waren sich einig, dass die drei Länder die Institutionalisierung des trilateralen Handels, der Investitionen und der wirtschaftlichen Beziehungen aktiv verfolgt haben und begrüßten die Verbesserung des Investitionsklimas mit dem Trilateralen Investitionsabkommen, das im Mai 2014 in Kraft getreten ist. Sie haben auch entschieden, sich kontinuierlich darum zu bemühen, die Verhandlungen über ein trilaterales Freihandelsabkommen (FTA) zu beschleunigen.

Koreas Außenminister Yun Byung-se

„Im Interesse einer fairen Auseinandersetzung mit der Geschichte und des zukünftigen Fortschritts haben die drei Minister vereinbart, dass die drei Länder diesbezügliche Themen angemessen behandeln und dass sie zusammenarbeiten werden, um die bilateralen Beziehungen zu verbessern und die trilaterale Kooperation zu stärken“, sagten sie in einer gemeinsamen Erklärung.

Darüber hinaus haben die drei Seiten beschlossen, das gemeinsame Ziel erreichen zu wollen, Vertrauen und Zusammenarbeit in der Region zu schaffen. Im Hinblick darauf haben die der japanische und der chinesische Minister Koreas „Initiative für Frieden und Zusammenarbeit in Nordostasien“ begrüßt und beschlossen, die trilaterale Kooperation in Bezug auf die nukleare Sicherheit, den Katastrophenschutz, Umweltthemen und Jugendaustausch weiter zu stärken.

Die Minister haben ihren „ernsthaften Widerstand in Bezug auf die Entwicklung von Atomwaffen auf der koreanischen Halbinsel“ bekräftigt und gesagt: „internationale Verpflichtungen aller diesbezüglichen Resolutionen des UN-Sicherheitsratesund die Gemeinsame Erklärung vom 19. September 2005 müssen vertrauensvoll umgesetzt werden.“

Sie haben auch entschieden, ihre gemeinsamen Bemühungen zur Wiederaufnahme der bedeutenden Sechs-Parteien-Gespräche fortzusetzen und substanziellere Fortschritte in Bezug auf die Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel zu machen.

Chinas Außenminister Wang Yi
Japans Außenminister Fumio Kishida

Sie waren sich einig, dass die trilaterale Zusammenarbeit eine wichtige Komponente der ostasiatischen Kooperation sei und beschlossen, durch regionalen Dialog und Zusammenarbeit zur Vertrauensbildung in Ostasien beizutragen. Die Minister haben die bevorstehende Einrichtung der ASEAN-Gemeinschaft begrüßt und entschieden, durch die Intensivierung der trilateralen Zusammenarbeit innerhalb des bestehenden regionalen Rahmens in Form von ASEAN, ASEAN+3 (APT), Ostasiengipfel (EAS), ASEAN-Regionalforum (ARF) und Asiatisch-Pazifische Wirtschaftsgemeinschaft (APEC), auf diesen Impuls aufzubauen.

Die Minister haben ihre Meinungen über internationale Themen ausgetauscht, darunter eine Antwort auf Terrorismus und Extremismus, die Situation in der Ukraine und im Mittleren Osten und das Thema Weltwirtschaft. Sie haben entschieden, ihre enge Koordination in Bezug auf verschiedene Themen fortzusetzen, mit denen die internationale Gemeinschaft konfrontiert ist.

Auf Basis der Ziele, die durch dieses Treffen erreicht wurden, hätten sie entschieden, ihre „Bemühungen zur Veranstaltung eines trilateralen Gipfels zu einem für alle drei Länder passenden, möglichst zeitnahen Termin fortzusetzen.“

 

 

(Von links) Fumio Kishida aus Japan, Yun Byung-se aus Korea und Wang Yi aus China schütteln sich im Anschluss an das trilaterale Außenministertreffen die Hände (Foto: Ministerium für auswärtige Angelegenheiten).

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