Ausbau der Zusammenarbeit zwischen Korea und Äthiopien

Präsidentin Park Geun-hye und der äthiopische Ministerpräsident Hailemariam Desalegn am 26. Mai in Addis Abeba

Präsidentin Park Geun-hye und der äthiopische Ministerpräsident Hailemariam Desalegn führten am 26. Mai Gipfelgespräche in Addis Abeba. Die beiden Politiker sprachen über Maßnahmen, die Kooperation in vielen Bereichen zu intensivieren, darunter Wirtschaft, Handel, Investitionen, Bau von Infrastruktur und Sicherheit. Während des Treffens versprach Ministerpräsident Desalegn auch, die Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel zu unterstützen.

Vertreter beider Regierungen unterzeichneten insgesamt 40 Absichtserklärungen, von denen 36 die Wirtschaft abdeckten und eine die Zusammenarbeit im Verteidigungssektor. Diese Absichtserklärungen werden es koreanischen Unternehmen erleichtern, sich an äthiopischen Infrastrukturprojekten zu beteiligen, einschließlich des Baus einer Schnellstraße zwischen den Städten Gore und Tepi im Westen Äthiopiens mit einem Wert von etwa 690 Mio. US-Dollar. Korea und Äthiopien unterzeichneten auch Absichtserklärungen über eine Zusammenarbeit in der Textilindustrie, bei der Textiltechnologie und dem Bau eines Industriekomplexes für die Herstellung von Textilien auf einer Fläche von 1 Mio. qm in Adama, 74 km östlich von Addis Abeba.

Die beiden Regierungen einigten sich ebenfalls auf eine Förderung von Koreas neuem Programm für eine Entwicklungskooperation namens Korea Aid. Präsidentin Park sagte gegenüber dem äthiopischen Ministerpräsidenten, dass ihre Regierung an einer Weiterverbreitung der Bewegung Neues Dorf (Saemaul Undong) in Äthiopien arbeiten werde. Sie drängte auch die äthiopische Regierung, ein Interesse an dem Programm Korea Aid zu zeigen und es zu unterstützen, damit es sich zu einem nachhaltigen Modell für die Entwicklungskooperation entwickeln könne.

Vertreter der koreanischen und äthiopischen Regierung unterzeichnen eine Absichtserklärung

Die Präsidentin und der Ministerpräsident brachten ihre Ansichten zu Nordkoreas Atomwaffenprogramm und zur Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel zum Ausdruck. Präsidentin Park sagte: „Die internationale Gemeinschaft muss sich zusammenschließen und Druck auf Nordkorea ausüben, damit der Norden erkennt, dass er keine Zukunft haben wird, wenn er nicht sein Atomwaffenprogramm aufgibt.“ Sie forderte dann Äthiopien als Mitglied der Afrikanischen Union (AU) und als Land, welches das Afrikanische Abkommen über eine atomwaffenfreie Zone ratifiziert hat, dazu auf, die Aufrechterhaltung der Resolutionen des UN-Sicherheitsrats zu unterstützen, die den Norden dazu zwingen werden, seine Atomwaffen aufzugeben.

Desalegn entgegnete darauf: „Äthiopien wird, wie bereits in der Vergangenheit, weiterhin die Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel unterstützen.” Der äthiopische Ministerpräsident sagte, dass sein Land die Resolutionen, die im Mai dieses Jahres verabschiedet worden waren, gewissenhaft umsetzen werde. Er versprach auch, Anstrengungen zu unternehmen, um andere afrikanische Staaten dazu zu bringen, die Denuklearisierung auf der koreanischen Halbinsel zu unterstützen, indem Äthiopien seinen Einfluss auf dem Kontinent ausübt.

Während des Gipfels unterzeichneten die beiden Nationen eine Absichtserklärung über eine Kooperation bei der bilateralen Verteidigung.

„Ich hoffe, dass mit der Unterzeichnung dieser Absichtserklärung unsere beiden Nationen in der Lage sein werden, in vielen Bereichen zusammenzuarbeiten, einschließlich der militärischen Ausbildung und der Verteidigung“, sagte Präsidentin Park.

Fotos: Cheong Wa Dae, Yonhap News

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