Korea und Irak wiedererwecken den Glanz des alten Babylon

In Bismayah, Irak, wird eine futuristische Stadt gebaut.

Der moderne Staat Irak ist der Ort, an dem die Stadt Babylon und die Zivilisation der Sumerer in alter Zeit ihre Blütezeit erlebten. Die Region zwischen den beiden gigantischen Flüssen Tigris und Euphrat ist fruchtbar und wasserreich. Dank dieses geografischen Vorzugs entwickelte sich hier eine der ersten Ursprünge der Zivilisation. Städte und Metropolen wurden in der Zeit des Fruchtbaren Halbmonds vor etwa 5000 Jahren errichtet, und es gab einen angeregten Austausch von Ideen, Künsten und Traditionen.

Heute finden sich in diesem Gebiet zahlreiche historische Kulturstätten, einschließlich des Turmes von Babel und der Hängenden Gärten von Babylon, die zu den sieben Weltwundern zählen. Infolge der beiden Golfkriege 1990 und 2003 sowie anderer interner Konflikte ist der Glanz von Babylon stetig verblasst. Heute ist es für die Menschen sogar schwer, den Alltag zu bewältigen. Vor diesem Hintergrund haben Korea und Irak neulich begonnen, den alten Glanz von Babylon erneut in Erinnerung zu rufen.

In Bismayah, das etwa zehn Kilometer nordöstlich von Bagdad liegt, geht der Bau einer futuristischen High-Tech-Stadt voran. Dabei handelt es sich um ein Stadtentwicklungsprojekt, das von Hanwha Engineering & Construction realisiert wird. Ziel ist es, eine Stadt riesigen Ausmaßes zu schaffen, die von 600.000 Menschen bewohnt wird und sich über 18,3 Quadratkilometer erstreckt. Hanwha hat 2012 begonnen, Wohnblöcke für 100.000 Bewohner zu errichten. Das Unternehmen ist für jeden Schritt des Bauprozesses verantwortlich, angefangen vom Design und der Beschaffung bis zur gegenwärtigen Bauphase. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist für 2019 vorgesehen.

Zu Beginn des Monats hat das Unternehmen zusätzliche Verträge zur Errichtung eines Teil der Infrastruktur in der neuen Stadt geschlossen, darunter Straßen, Wasser- und Abwassersysteme, Schulen, Krankenhäuser, Polizeistationen und Feuerwehrzentralen. Der Vertrag hat dem Unternehmen über 10 Milliarden US-Dollar Umsatz beschert.

Der Vertrag wird von Lee Keun-po (vorne links), Geschäftsführer von Hanwha Engineering & Construction, und von Dr. Sami Al-A'raji (vorne rechts), Vorsitzender des NIC, unterzeichnet.

Derzeit erheben sich langsam zehnstöckige Apartmentblöcke am Horizont der Stadt A- die erste von insgesamt acht Städten. Im Juni wird der A1-Block mit 1440 Wohneinheiten fertiggestellt. In anderen Wohnblöcken und Städten werden ebenfalls Apartmentanlagen gebaut mit dem Ziel, 20.000 Einheiten pro Jahr fertigzustellen. Der gesamte Komplex wird aus acht Städten, 59 Blockeinheiten und 834 Gebäuden bestehen.

Hanwha plant, Bismayah in eine Stadt der High-Tech-Einrichtungen zu verwandeln. Einer von zahlreichen Plänen sieht die Errichtung eines großen Krankenhauskomplexes vor. Der Baubeginn ist für Juli dieses Jahres geplant, und das Krankenhaus wird über 500 Betten - und zur Intensivierung des Kontaktes zwischen Krankenhäusern in Korea und im Irak - über Online-Kommunikations- und Netzwerksysteme verfügen. Das neue Krankenhaus wird zudem mit etwa zehn lokalen Gesundheitszentren verbunden sein, um gegenseitige Unterstützung zu gewährleisten. Hanwha wird auch dieses Gesamtprojekt umsetzen, angefangen von den Baumaßnahmen bis zum Angebot von Gesundheitsdiensten. Das Krankenhaus wird in der ersten Hälfte des Jahres 2018 eröffnen.

Die feierliche Unterzeichnung des Vertrages zur Bestätigung der Errichtung einer Infrastruktur in Bismayah durch Hanwha findet am 5. April in den Räumlichkeiten der National Investment Commission (NIC) im Irak statt. 

Fotos: Hanwha Engineering & Construction Corp.

Dr. Sami Al-A'raji, Vorsitzender der irakischen National Investment Commission (NIC), sagte, dass seine Dankbarkeit auch den Leistungen der Arbeiter von Hanwha gelte, die große Belastbarkeit und große Fähigkeiten unter Beweis stellten, um das Stadtentwicklungsprojekt trotz der Konflikte in Teilen des Iraks voranzubringen.

Die neue Stadt, die bis 2019 in Bismayah gebaut wird, soll über 100.000 Wohneinheiten und eine hochmoderne Infrastruktur verfügen.

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