Korea und Italien sprechen über Wirtschaft und die Atomfrage

Der italienische Premierminister Matteo Renzi (links) und Präsidentin Park Geun-hye bei Gesprächen in Hangzhou, in der Provinz Zhejiang in China am 5. September.

Präsidentin Park Geun-hye und der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi trafen sich am 5. September zu Gesprächen in Hangzhou in der Provinz Zhenjiang in China. Sie tauschten ihre Sicht darüber aus, wie sich die Beziehungen zwischen den beiden Ländern verbessern und die Kooperation bei Themen rund um die koreanische Halbsinsel gestalten ließe.

Präsidentin Park sagte zu ihrem italienischen Amtskollegen: „Betrachtet man das Wirtschaftsvolumen und die gegenseitig gewinnbringenden Wirtschaftsstrukturen in Korea und Italien, glaube ich, dass es möglich sein wird, das Handels- und Investitionsvolumen zu steigern.“ Sie sagte: „Beide Länder sollten ihr Wissen über Design und Vermarktung im Luxusgütersektor austauschen und die Kooperationen in diesen Bereichen mit Wertzuwachs ausweiten.“

Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi antwortete: „Korea ist ein starkes Land, wenn es um Innovationen geht und Italien wünscht sich, die innovative Technologie Koreas, die in Kultureinrichtungen und Museen eingesetzt wird, nutzen zu können.“ Der italienische Ministerpräsident sprach davon, das gegenseitige Verständnis durch mehr Schüler- und Studentenaustauschprogramme zu intensivieren. Er sagte weiterhin, dass beide Länder ihre Zusammenarbeit auch im industriellen Sektor erweitern könnten, um durch den Einsatz von Robotern und Verbesserungen im Gesundheitswesen in einer alternden Gesellschaft die Lebensqualität zu steigern. 

Hinsichtlich der koreanischen Halbsinsel setzte Präsidentin Park ihren Amtskollegen über die jüngst begangenden Provokation seitens Nordkorea in Kenntnis. Da Italien im Hinblick auf die vom UN-Sicherheitsrat beschlossenen Sanktionen gegen Nordkorea den gleichen Standpunkt vertritt, bat sie Rom um enge Zusammenarbeit mit Seoul und um eine aktive Teilnahme der Bemühungen seitens der internationalen Gemeinschaft, Nordkoreas Ambitionen zur Atomwaffenherstellung, zu blockieren.  
 
Der italienische Ministerpräsident sagte zu Präsidentin Park: „Wir müssen Druck auf Nordkorea ausüben, da es aufgrund der Atomtests und Raketenabschüsse seit Beginn dieses Jahres die Sicherheit auf der koreanischen Halbinsel und der umliegenden Regionen ernsthaft bedroht.“ 

„Italien untersützt Südkoreas Standpunkt in vollem Umfang und wird mit der internationalen Gemeinschaft zusammenarbeiten, um Konflikte angesichts Nordkoreas Atomwaffen zu lösen“, sagte Renzi.

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