Korea und Tschechische Republik einigen sich auf Ausbau ihrer Beziehungen

Präsidentin Park Geun-hye (rechts) schüttelt dem tschechischen Ministerpräsidenten Bohuslav Sobotka die Hand (Foto: Cheong Wa Dae).
Präsidentin Park Geun-hye (rechts) schüttelt dem tschechischen Ministerpräsidenten Bohuslav Sobotka die Hand (Foto: Cheong Wa Dae).

Korea und die Tschechische Republik haben große Anstrengungen zum Ausbau ihrer bilateralen Beziehungen unternommen.

Präsidentin Park Geun-hye und der tschechische Ministerpräsident Bohuslav Sobotka hielten am 26. Februar im Cheong Wa Dae Gipfelgespräche ab. Die beiden führenden Politiker verkündeten in einer gemeinsamen Erklärung, dass sie die Kooperation in den Bereichen Politik, Wirtschaft und Verteidigung intensivieren und die Beziehungen zwischen beiden Ländern zu einer „strategischen Partnerschaft“ ausbauen würden. Die Tschechische Republik ist die 20. Nation, die eine „strategische Partnerschaft“ mit Korea eingeht.

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz nach dem Gipfel sagte Präsidentin Park: „Der Tatsache, dass der tschechische Ministerpräsident in diesem Jahr Korea besucht, kommt eine besondere Bedeutung zu, da auf dieses Jahr der 25. Jahrestag der diplomatischen Beziehungen zwischen Korea und der Tschechischen Republik fällt. Trotz der kurzen Zeitspanne seit 1990 haben die beiden Nationen kontinuierlich ihren Handel ausgebaut, die Werte von Freiheit, Demokratie und Menschenrechten geteilt und sich zu echten Partnern entwickelt.“

„Die beiden Seiten haben sich darauf geeinigt, eine unternehmensfreundliche Umgebung zu schaffen und Handel und Investitionen auszubauen. Auch kamen sie überein, ihre Kooperation breiter zu fächern und die Bereiche Atomenergie, Verteidigungsindustrie, Infrastruktur, Wissenschaft und Technologie darin aufzunehmen“, sagte die Präsidentin. „Wir sind uns einig, dass detaillierte Diskussionen über die Durchführung von Foren über Nuklearfragen und gemeinsame Komiteetreffen für die Zusammenarbeit im Nuklearbereich notwendig sind. Wir haben auch beschlossen, eng in Atomenergiefragen zusammenzuarbeiten, welche die Tschechische Republik betreffen.“

Bezüglich der innerkoreanischen Beziehungen sagte Präsidentin Park: „Wir waren einer Meinung, dass von der Wiedervereinigung der koreanischen Halbinsel nicht nur Korea profitiert, sondern auch der internationale Frieden und die internationale Stabilität. Wir haben uns auf eine Kooperation geeinigt, um eine friedliche Wiedervereinigung der koreanischen Halbinsel zu erreichen.“

„Die erfolgreiche Entwicklung der Tschechischen Republik wird Nordkorea eine klare Botschaft senden, die es dazu ermutigen sollte, den richtigen Weg einzuschlagen”, fügte die Präsidentin hinzu.

Als Reaktion darauf sagte Ministerpräsident Sobotka: „Die Beziehungen zwischen Korea und der Tschechischen Republik haben sich in den vergangenen 20 Jahren dynamisch entwickelt. Korea hat sich zu einem unserer wichtigsten Partner unter den asiatischen Nationen entwickelt.“

„Die Tschechische Republik wird ab der zweiten Hälfte dieses Jahres den Vorsitz in der Visegrád-Gruppe übernehmen. Wir werden uns bemühen, engere Beziehungen zwischen Korea und der Visegrád-Gruppe aufzubauen.”

Bezüglich der innerkoreanischen Beziehungen sagte Ministerpräsident Sobotka: „Während dieses Gipfeltreffens habe ich unsere Haltung bekräftigt, dass wir eine friedliche Wiedervereinigung der koreanischen Halbinsel unterstützen. Korea kann sich unserer Unterstützung für seine Friedensinitiative sicher sein.”

Die beiden Seiten unterzeichneten Absichtserklärungen in den Bereichen Diplomatie, nationale Verteidigung und Eisenbahnindustrie, die alle darauf abzielen, die Kooperation in diesen drei Bereichen zu stärken. Sie einigten sich auf die Gründung eines Komitees, um die Zusammenarbeit in den Bereichen Industrie, Technologie und Energie zu stärken. Auch kamen sie überein, regelmäßige Diskussionen und Treffen zwischen Korea und der Visegrád-Gruppe (bestehend aus Ungarn, der Tschechischen Republik, Polen und der Slowakei) zu unterstützen. Des Weiteren beschlossen sie eine Kooperation in den Bereichen Internetsicherheit und Verbrechensprävention. Zu guter Letzt einigten sie sich auf eine Stärkung der wirtschaftlichen Kooperation im Bereich der kleinen und mittleren Unternehmen sowie bei der Informations- und Kommunikationstechnologie.

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