Koreanisches Kunsthandwerk in Ausstellung in München zu sehen

Das Bayerische Nationalmuseum in München eröffnete am 20. Februar eine Sonderausstellung, die seltene Einblicke in koreanisches Kunsthandwerk gewährt.

Die Ausstellung „Korea NOW - Korean Craft & Design in Munich 2016”, die im Museum bis zum 28. März gezeigt wird, kam zustande, nachdem Korea zum Hauptpartner der „Munich Creative Business Week 2017“ (MCBW) ernannt wurde.

Diese Ausstellung, die unter dem Motto „Individualität und Einfachheit” steht, umfasst vier Bereiche, die unter den folgenden Schlagwörtern zusammengefasst wurden: aufbewahren, tragen, sitzen und lesen. In dieser Ausstellung präsentieren rund 50 Künstler 506 Arbeiten, darunter Keramik, Möbel, Accessoires und Lackkunst.

Unter den Exponaten befindet sich Choi Byung-hoons „Afterimage 011-371“, ein Werk der Lackkunst, das ein Gefühl vermittelt, als würde man in einen ruhigen See blicken, da seine Oberfläche, die mit Lack überzogen ist, die Landschaft widerspiegelt.

Fotos: Korea Craft & Design Foundation

Gio Ki-sangs Kollektion „A Noble Table” besteht aus traditionellen Messingtellern, die sich gut eignen, um Essen warm oder kühl zu halten oder die Verbreitung von Bakterien zu verhindern. Park Won-min hat eine Reihe von Stühlen aus Kunstharz entworfen, ein Material, das nur sehr selten für die Möbelherstellung verwendet wird. Die Möbelstücke strahlen eine Ästhetik der Schlichtheit aus und ähneln den blassen Arbeiten der Tuschemalerei.

Darüber hinaus werden Broschen gezeigt, die aus Lederflicken gemacht wurden, eine Holzbank, die mit Techniken aus dem Joseon-Reich angefertigt wurde, und ein hölzerner Kleiderschrank mit Nickelmuster, bei dessen Herstellung traditionelle Techniken zum Einsatz kamen, die aus Pjöngjang in Nordkorea stammen.

Alle diese kunsthandwerklichen Gegenstände werden auf ein großes Interesse bei den Museumsbesuchern in München stoßen, die dort koreanische Traditionen entdecken können, die in jede der Kreationen eingeflossen sind.

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