Kulturelle, historische Erfahrungen machen Korea vertrauter

Am 25. Juli wurde vom Korean Culture and Information Service (Koreanischer Kultur- und Informationsdienst, KOCIS) eine Tour zur Festung Namhansanseong arrangiert. Die Touristen konnten viel lernen, als sie sich die Festung in der Stadt Gwangju, Provinz Gyeonggi-do, ansahen, die im letzten Jahr zur Welterbestätte erklärt worden war. Für viele Besucher war es ihr erster Besuch dort. Sie erfuhren mehr über deren Geschichte und fanden es interessant, sich eingehender über das Gedankengut des Konfuzianismus zu informieren, das in die Architektur und den Lebensstil der Menschen aus Joseon-Zeiten (1392-1910) eingebettet war.

Do Ngoc Luyen, eine vietnamesische Studentin im Aufbaustudium im Fach koreanische Spracherziehung an der Yonsei University, machte sich detaillierte Notizen, wann immer der Fremdenführer sprach. „Ich interessiere mich für traditionelle koreanische Kultur. Es ist interessant zu wissen, welche Intention die Koreaner hatten, als sie in der Vergangenheit diese Festung bauten“, sagte Luyen. „In Zukunft hoffe ich, einen Artikel über koreanische Kultur zu schreiben”, fügte sie hinzu.

Agar Omondi, ein Kenianer, der Nukleartechnik am Korea Advanced Institute of Science & Technology (KAIST) studiert, sagte: „Es ist unglaublich, dass die Festung Namhansanseong auf einem hohen Berg errichtet und niemals von einer fremden Macht erobert wurde.“ Er fügte hinzu, dass es verblüffend sei, zu erfahren, dass eine einzige Festung über eine so reiche Geschichte verfüge.

Nachdem sie die Festung besichtigten, hatten die Besucher/innen die Gelegenheit, eine Reihe von Porzellanarbeiten in Augenschein zu nehmen, die im Gyeonggi Ceramic Museum ausgestellt sind. Sie nickten zustimmend, als der Museumsführer erklärte, dass nur Korea und China in der Lage gewesen seien, solches Seladonporzellan zu produzieren. 

Die Tourteilnehmer/innen besuchten auch den Brennofen neben dem Museum und erfuhren mehr über den Herstellungsprozess des schönen Porzellans. Dazu gehören verschiedene Prozesse wie zwei Brennvorgänge im Ofen bei mehr als 800 Grad Celsius. Als Teil ihrer Keramikkunsterfahrung hatten sie die Gelegenheit, eine Tasse zu bemalen und ihr eigenes Kunstwerk zu erschaffen.

Arielle Pukanecz, eine Englischlehrerin aus New York, die an einer Grundschule in Seoul unterrichtet, sagte, dass sie Koreas Keramiken sehr interessant fänden, da ihr Hauptfach im BA-Studium Anthropologie gewesen sei. Sie sagte auch, dass das Bemalen von Keramiken ihr viel Spaß gemacht habe, auch wenn sie nicht sehr künstlerisch begabt sei.

 

Fotos: Yoon Sojung, KOCIS

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