Nachfahren der Unabhängigkeitsaktivisten wird koreanische Staatsbürgerschaft verliehen

Justizminister Kim Hyun-woong

Den im Ausland lebenden Nachfahren der Unabhängigkeitsaktivisten wurde die koreanische Staatsbürgerschaft verliehen.

Am 12. August fanden Feierlichkeiten im Regierungskomplex in Gwacheon, Provinz Gyeonggi-do, statt, um die Staatsbürgerschaftsnachweise an die 30 Nachkommen der Unabhängigkeitsaktivisten zu übergeben.

Die Feierlichkeiten fanden statt, um die Nachkommen der Unabhängigkeitsaktivisten anlässlich des 70. Jahrestages der Unabhängigkeit Koreas als koreanische Staatsangehörige zu begrüßen, um der Dankbarkeit gegenüber dem Engagement ihrer Vorfahren Ausdruck zu verleihen, die sich für ihr Land geopfert haben.

Lee Wi-jong (1887-1917) war einer der drei von König Gojong (Regierungszeit: 1863-1919) nach Den Haag Entsandten, die sich an die internationale Gemeinschaft wenden sollten, um auf die Ungerechtigkeit des japanischen Vertrages hinzuweisen, der Joseon 1907 aufgezwungen wurde und Korea zu einem Protektorat machte. Lee übersetzte ein ausführliches Dokument, das er 1899 bei der ersten Friedenskonferenz in Den Haag übergab. Er nahm auch an einer internationalen Journalistenkonferenz teil und hielt einen Vortrag mit dem Titel „Ein Appell für Korea“, um auf die Aggression und die Gewaltanwendung Japans im Hinblick auf den Vertrag von 1907 hinzuweisen und diese zu verurteilen.

General Kim Gyeong-cheon (1888-1942) floh 1919 ins mandschurische Exil und war dort an der Militärschule von Sinheung als Ausbilder tätig. Er beteiligte sich auch an dem militärischen Vorgehen gegen die kolonialen Streitkräfte Japans.

Der frühere Justizminister Lee In (1896-1979) versuchte, zahlreiche Unabhängigkeitsaktivisten zu verteidigen, wurde aber 1942 aufgrund seiner Beteiligung an einer koreanischen Sprachgemeinschaft festgenommen. Nach der Unabhängigkeit wurde er Generalstaatsanwalt und schließlich Justizminister.

Nachfahren von Unabhängigkeitsaktivisten nehmen am 12. August im Regierungskomplex in Gwacheon, Provinz Gyeonggi-do, an Feierlichkeiten zur Erlangung der koreanischen Staatsbürgerschaft teil (Fotos mit freundlicher Genehmigung des Justizministeriums).

William Linton (1891-1960) kam 1912 als Missionar nach Korea und arbeitete 1919 an der Unabhängigkeitserklärung und der Gestaltung der ersten Nationalflagge Taegeukgi mit – als Teil seiner Unterstützung der Unabhängigkeitsbewegung vom Ersten März. Auch mit einem Artikel über diese Bewegung an Auslandszeitungen leistete er seinen Beitrag. 1936 wurde er gezwungen Korea zu verlassen, nachdem er verweigert hatte, sich an einem japanischen Schrein zu verbeugen.

Justizminister Kim Hyun-woong schüttelt Nachkommen der Unabhängigkeitsaktivisten während der Feierlichkeiten die Hand.

Seit 2006 hat das Justizministerium 932 Nachfahren die koreanische Staatsangehörigkeit verliehen und ihnen zugestanden, Sondereinbürgerungsprozesse zu durchlaufen. Das Ministerium wählt jedes Jahr neue Nachkommen aus.

 

 

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