Präsidentin Park legt Fokus auf den Freihandel und trägt Vision einer kreativen Wirtschaft vor

Präsidentin Park spricht während des G20-Gipfels in Hangzhou in der Provinz Zhejiang in China vor den anderen Teilnehmern. Sie forderte die G20-Staaten auf, beim Ausbau des Freihandels und der Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels eine aktivere Rolle

Präsidentin Park Geun-hye rief am 5. September die Regierungen der G20-Staaten zu mehr Eigeninitiative auf, um den Freihandel auszubauen und auf den globalen Klimawandel zu reagieren.

Präsidentin Park sagte: „Nachlassender Handel und die Verbreitung von Protektionismus könnten das Fundament der Weltwirtschaft, die auf der Liberalisierung des Freihandels und auf Investitionen beruht, erschüttern.“ Sie sprach in der dritten und fünften Sitzung des G20-Gipfels in Hangzhou, das in der Provinz Zhejiang in China gelegen ist.

Präsidentin Park unterbreitete drei Vorschläge, wie sich das System des globalen Freihandels verbessern ließe. 

Präsidentin Park sagte zu den Staats- und Regierungschefs der Welt: „Die G20-Staaten, welche für knapp 80 Prozent des Welthandels verantwortlich sind, sollten eine aktive Rolle bei der Verbreitung des Freihandels spielen.“

Sie erinnerte an die Große Depression in den 1930er Jahren und an die Ölkrise in den 1970er Jahren und warnte die teilnehmenden Politiker: „Sollte der Protektionismus an Stärke gewinnen, darf die Welt nicht die Lehre dieser Krisen vergessen: nämlich, dass die Stärkung von Handelsprotektionismus gefährlich für alle ist.“

„Mehr Menschen sollten Zugang zu den Errungenschaften des Freihandels haben“, sagte Präsidentin Park. 

„Eine wachsende Zahl an Menschen kann die Früchte des Wachstums, die auf dem Freihandel basieren, nicht genießen, was zur Verbreitung von Protektionismus und Neo-Isolationismus führt“, fügte sie hinzu.

„Der Kern dieses Problems ist nicht der Freihandel selbst, sondern die Frage, wie wir die Gewinne besser verteilen. Dieser Frage sollten wir mit inklusivem und innovativem Wachstum begegnen“, betonte Präsidentin Park. 

Hinsichtlich des globalen Klimawandels ermahnte Präsidentin Park die G20-Staaten, eine aktivere Rolle einzunehmen. „Die Welt sollte den Klimawandel als Chance sehen, Industrien für neue Energien zu fördern“, bekräftigte sie.

Sie ersuchte die Staats- und Regierungschefs der G20-Staaten, weiterhin Interesse an dem Grünen Klimafonds (GCF) zu zeigen und diesen zu unterstützen, sodass dieser eine wichtige Rolle in Bezug auf die Bekämpfung des Klimawandels einnehmen könne. 

Präsidentin Park schlug vor, sich untereinander über neue Technologien und Projektmodelle auszutauschen, um die wirtschaftliche Entwicklung in anderen Ländern zu unterstützen. Gleichzeitig betonte sie die Wichtigkeit, Entwicklungsländer in diese Prozesse mit einzubeziehen, wenn den G20-Staaten daran gelegen ist, die auf dem letzten G20-Gipfel neu verabschiedeten Regeln zum Klimawandel erfolgreich umzusetzen.  

Der zweitägige G20-Gipfel endete am 5. September nach der Verabschiedung des Hangzhou-Konsenses. Die Vision einer kreativen Wirtschaft, die Präsidentin Park als ein neues Modell für inklusives Wachstum vorschlug, findet sich sowohl in der G20-Erklärung al

Die G20-Staaten verabschiedeten eine gemeinsame Erklärung namens Hangzhou-Konsens und schlossen damit das zweitägige Treffen ab. In dieser Erklärung sprachen sich die führenden Politiker gegen Protektionismus bei Handel und Investitionen aus und versprachen einstimmig, alle politischen Möglichkeiten auszuschöpfen, um das Wachstum in der Weltwirtschaft zu fördern.

Die Vision einer kreativen Wirtschaft, die von Präsidentin Park präsentiert wurde, könnte als neues Modell für inklusives Wachstum genutzt werden, da die G20-Vertreter das Wort „Innovation“ in dem „G20-Entwurf für wachstumsbasierte Innovation“ und in ihrem „Aktionsplan für Innovation“ - den Hauptzusätzen der gemeinsamen Erklärung - als eines der wichtigsten Anliegen der Agenda nennen. 

Im Hangzhou-Konsens sagten die Vertreter der G20-Staaten: „Wir erkennen, dass auf lange Sicht Innovation der Hauptmotor für Wachstum, sowohl für einzelne Länder als auch für die globale Wirtschaft als Ganzes, ist.“

„Wir unterstützen daher den G20-Entwurf für innovatives Wachstum als neue Agenda, die Strategien und Maßnahmen enthält, welche Bereiche wie Innovation, neue industrielle Revolution und digitale Wirtschaft streifen oder abdecken“, hieß es in der Erklärung. 

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