Präsidentin wirbt für Reiseziele

Präsidentin Park Geun-hye (3.v.r.) besucht am 19. Oktober die Akademie Sosu Seowon.

„Viele Leute wissen nichts über unsere schönen Kulturerbestätten. Wir sollten sie wirklich in der Öffentlichkeit bekannter machen“, sagte Präsidentin Park Geun-hye während ihres Besuches der konfuzianistischen Akademie Sosu Seowon ( 소수 서원) in Yeongju, Provinz Gyeongsangbuk-do.

Präsidentin Park besuchte den historischen Ort am 19. Oktober in Begleitung der Ministerin für Kultur, Sport und Tourismus Cho Yoonsun, des Gouverneurs der Provinz Gyeongsangbuk-do Kim Kwan-yong, einer lokalen Reiseleiterin sowie Studierender aus Deutschland und China.

Die Gruppe besichtigte die Akademie Sosu Seowon und das nahegelegene Dorf Seonbichon (선비촌 ). Dort besuchten sie das Stammhaus (종택) des Indong-Jang-Clans ( 인동 장씨).

Während der Tour sagte die Präsidentin: „Das Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus entwickelt zur Zeit zehn Reiserouten, durch die die einzigartigen Charakteristika jeder einzelnen Region zur Geltung kommen. Die Akademie Sosu Seowon ist eine dieser Routen. Sie bietet einen Einblick in das Leben eines konfuzianistischen Gelehrten, eines Seonbi, und ich bin heute hier, um den Startschuss für die Inbetriebnahme der Seonbi-Reiseroute zu geben.“

An der Brücke Jukgyegyo mit Blick auf das Dorf Seonbichon.

Die Präsidentin, die im Hauptzimmer des Stammhauses des Indong-Jang-Clans saß, sprach über das Buch „A Different Republic of Korea - About Which Only Koreans are Ignorant" (한국인만 모르는 다른 대한민국: ,Eine andere Republik Korea – die nur die Koreaner selbst nicht kennen‘), geschrieben von Emanuel Pastreich. „In dem Buch werden die Leser aufgefordert, die Geschichte der Seonbi zu erforschen und eine neue Perspektive von Korea zu erhalten. Es ist wichtig, dass wir bei den Menschen das Bewusstsein für unsere Gelehrtentradition wecken und dass wir darüber nachdenken, wie wir die Mentalität der Seonbi auf unseren modernen Alltag übertragen können“, sagte sie zu ihren Mitreisenden.

Der Wunsch der Präsidentin, für die einzigartigen Reiserouten in jeder Region zu werben, ist Teil des größeren Regierungsprojekts „K-Tour Best 10“. Im Rahmen des Projekts werden die Top-10-Touristendestinationen in verschiedenen Provinzen ausgewählt. Dies soll den regionalen Tourismus fördern und die Qualität der Reiseerfahrungen steigern.

Das Programm „K-Tour Best 10“ enthält unter anderem eine Reiseroute, welche einen Einblick in die Geschichte der koreanischen Gelehrten Seonbi gibt. Diese Tour erkundete die Präsidentin bei ihrer Reise nach Yeongju. Bei anderen Routen werden das alte Königreich Baekje oder die kommenden Olympischen Winterspiele Pyeongchang 2018 thematisiert.

Die Präsidentin beschrieb das Programm als eines, das die Geschichte und historische Stätten zusammenführt und den Touristen auf diese Weise intensivere Reiseerfahrungen ermöglicht. Durch das Programm finden Touristen leichter Unterkünfte, Restaurants, Unterhaltungs- und Verkehrsmöglichkeiten in einer Region.

Die Sosu Seowon, die in die Kategorie „Seonbi-Kultur“ der „K-Tour Best 10“ fällt, ist eine konfuzianistische Akademie, die 1550 nach dem 13. Monarchen des Joseon-Reiches, König Myeongjong (1534-1567), benannt wurde. Ihr Name bedeutet „neu erwecktes Gelehrtentum“, und sie war die erste Schule, die eine Namenstafel von einem regierenden Herrscher erhielt. Aus der Akademie, die sich an den großen Hängen des Berges Sobaeksan befindet, ist zu Joseon-Zeiten eine Reihe von berühmten Gelehrten hervorgegangen. Heute ist die Akademie ein interessantes Ausflugsziel für Familien, da sie dort auf den Spuren vieler konfuzianistischer Gelehrter des Landes wandeln können.

 

Fotos: Cheong Wa Dae

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