Regierung unterstützt Volkszählung in Nordkorea

Treffen über den Austausch zwischen Süd und Nord und die Stärkung der Zusammenarbeit

Südkorea wird finanzielle Mittel aus seinem South-North Cooperation Fund (Süd-Nord-Kooperationsfonds) bereitstellen, um die Volkszählung in Nordkorea zu unterstützen.

Bei einer Sitzung zum Thema Austausch zwischen Süd und Nord und die Stärkung der Zusammenarbeit am 29. Januar hat die südkoreanische Regierung die Bereitstellung von 1,4 Milliarden KRW (1,3 Millionen USD) aus seinem South-North Cooperation Fund zugesagt, um den United Nations Population Fund (Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen, UNFPA) bei der Volkszählung in Nordkorea zu unterstützen

Der UNFPA bat um finanzielle Unterstützung für seine letztes Jahr in Nordkorea durchgeführte Volkszählung und für die nachfolgenden Auswertungen und die Berichterstattung sowie für die Ausbildung nordkoreanischer Arbeiter. Diese Hilfe seitens der Regierung wird während der nächsten zwei Jahre bis Ende 2016 bereitgestellt.

 

„Die nordkoreanische Volkszählung wird als grundlegender Anhaltspunkt für eine effektivere internationale Hilfe für Nordkorea genutzt wie die Versorgung mit Baby- und Kindernahrung“, erklärte ein Beamter des Vereinigungsministeriums.

Darüber hinaus wird die Regierung auf den South-North Cooperation Fund zurückgreifen, um das Zentrum für die „Zukunft der Wiedervereinigung auf der koreanischen Halbinsel“, den Industriepark Kaesong sowie den Verband für innerkoreanischen Austausch & Zusammenarbeit zu verwalten. Vor dem Hintergrund, den Sinn für eine gemeinsame Sprache der Koreaner untereinander zu bewahren und die Unterschiede der koreanischen Sprachanwendung zwischen Süd und Nord zu beseitigen, soll mit Hilfe des Fonds auch die Veröffentlichung eines koreanischsprachigen Wörterbuches finanziert werden.

Die Regierung hat zudem Aufgaben zur Verbesserung der innerkoreanischen Beziehungen formuliert. Als erste Aufgabe in Bezug auf den innerkoreanischen Austausch dieses Jahr möchte die Regierung zum Ausbau der Infrastruktur beitragen, um eine Wirtschaftsgemeinschaft zwischen den beiden Ländern zu bilden und eine gegenseitig gewinnbringende innerkoreanische Wirtschaftskooperation zu befördern. Zu den weiteren Aufgaben gehören die Erarbeitung eines Masterplans zur Entwicklung der koreanischen Halbinsel, die Schaffung innerkoreanischer und kontinentaler Zugverbindungen, die Aufnahme eines Verschiffungs- und Transportbetriebs in dem Gebiet Rhajin-Khasan, die Internationalisierung der Industriezone Kaesong sowie die Ausbildung nordkoreanischer Arbeiter.

Im Interesse der Verbesserung der Lebensqualität der Nordkoreaner hofft die Regierung zweitens, ihre Unterstützung für Mütter und ihre Kinder auszuweiten und in Nordkorea einen Landwirtschaftskomplex zu errichten.

Drittens plant die Regierung in Zusammenarbeit mit internationalen Behörden und Privatorganisationen den Erhalt der nordkoreanischen Wälder und der Baekdudaegan-Bergkette, die sich über die Halbinsel erstreckt. Zudem strebt sie eine Zusammenarbeit mit Nordkorea in Bezug auf die Errichtung eines „Welt-Öko-Friedensparks“ in der DMZ (Demilitarisierte Zone) sowie hinsichtlich des Managements der Flüsse an, die beide Gebiete durchfließen, wie der Imjingang und der Bukhangang.

Viertens hat die Regierung Pläne dargelegt, einen Gemeinschaftssinn der Koreaner untereinander zu stärken und das Kulturerbe der Koreaner zu erhalten. Sie hofft auch, sowohl in Seoul als auch in Pjöngjang innerkoreanische Kulturzentren einzurichten und ein Handbuch über das Leben und die Kultur der Koreaner zu veröffentlichen.

Schließlich plant die Regierung die Gründung eines gemeinsamen Ausschusses, um die Feierlichkeiten anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung von der japanischen Kolonialherrschaft zu begehen und kulturelle, religiöse und Sport-Veranstaltungen auszurichten.

 

 

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