Regionalregierungen präsentieren Pontifex auf kleinen Geschenken

Die Regierung von Chungcheongbuk-do übergibt Papst Franziskus bei seinem Besuch der Behindertenfürsorgeeinrichtung Kkotdongnae ein Brandmalerei-Bild (Foto: Chungcheongbuk-do).
Die Regierung von Chungcheongbuk-do übergibt Papst Franziskus bei seinem Besuch der Behindertenfürsorgeeinrichtung Kkotdongnae ein Brandmalerei-Bild (Foto: Chungcheongbuk-do).

Die Provinzregierung von Chungcheongnam-do (Provinz Süd-Chungcheong) überreichte dem Ponitfex eine gräulich-blau gesprenkelte Seladon-Vase, nachdem er den Schrein von Solmoe in der Stadt Dangjin in Chungcheongnam-do am 15. August besucht hatte. Das Seldadon-Kunsthandwerk, das nur am Fuße des nahegelegenen Berges Gyeryongsan hergestellt wird, enthält eine arabeske, abstrakte Zeichnung eines Fisches, erstellt in oxidiertem Stahl auf weißem Ton. Derlei Tonware gehört zu den bekanntesten künstlerischen Schätzen der Provinz. Die 26 Zentimeter hohe Vase mit einem Durchmesser von 13 Zentimetern ist zugleich modern und elegant. „Aufgrund der Geschichte und der einheimischen Kultur dieser Region haben wir uns für diese gräulich-blau gesprenkelte Seladon-Vase entschieden“, sagte ein Vertreter der Provinzregierung Chungcheongnam-do.

Die Stadt Seosan hat dem Pontifex eine Miniaturversion der Cheonsangyeolchabunyajidok überreicht - eine in Stein gemeißelte Grafik aus der frühen Joseon-Ära (1392-1910). Der Papst hat die Heilige Märtyrerstätte Haemi besucht, die sich in Seosan befindet. Die Original-Grafik, hergestellt im Jahr 1395, im vierten Jahr der Herrschaft König Taejos (Regierungszeit: 1392-1398), ist die zweitälteste astronomische Karte der Welt. Insgesamt sind 1467 Sterne je nach ihrer Helligkeit in verschiedenen Größten eingraviert.

 

Die Stadt Daejeon hat dem Pontifex eine Miniaturversion des lokalen Hanbit-Turms geschenkt, nachdem er eine Messe anlässlich Maria Himmelfahrt gefeiert hatte. Bei dem Originalturm handelt es sich um ein Observatorium, das 1993 anlässlich der Daejeon-Expo gebaut wurde. Es symbolisiert die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft. Die Miniaturversion ist 30 Zentimeter hoch und 20 Zentimeter breit.

Die Regierung Chungcheongbuk-do (Provinz Nord-Chungcheong) hat ein Brandmalerei-Porträt des Papstes hergestellt, der ein Baby im Arm hält. Am 16. August hat Papst Franziskus die Wohlfahrtseinrichtung Kkotdongnaein Eumseong, Chungcheongbuk-do, besucht. Brandmalerei ist ein Prozess oder die Kunst, Designs mittels erhitzten Werkzeugen oder einer feinen Flamme in Holz, Leder oder andere Materialien zu brennen.

„Eine Blume, die noch blühen muss“ von Kim Sun-deok, Opfer der sexuellen Versklavung durch das japanische Militär im Zweiten Weltkrieg (Foto mit freundlicher Genehmigung des House of Sharing).
„Eine Blume, die noch blühen muss“ von Kim Sun-deok, Opfer der sexuellen Versklavung durch das japanische Militär im Zweiten Weltkrieg (Foto mit freundlicher Genehmigung des House of Sharing).

Die Regierung der Gemeinde Eumseon hat dem Papst einen handgemachten Füllfederhalter überreicht, der aus der Wurzel einer Eibe gemacht wurde, sodass der Papst um die Welt reisen und benachteiligten Menschen eine Botschaft der Liebe schreiben kann.

Eine behinderte Frau, die in Kkotdongnae in Eumseon lebt, hat das Porträt des Papstes mit Nadel und Faden gestickt, die sie von ihrer Behindertenrente gekauft hat. Es hat drei Monate gedauert, diese Arbeit zu beenden.

Viele Einzelpersonen haben Geschenke vorbereitet. Während der Heiligen Messe für Frieden und Versöhnung in der Myeongdong-Kathedrale in Seoul am 18. August traf er ältere Frauen, die während des Zweiten Weltkrieges vom japanischen Militär als Sexslavinnen zur Prostitution gezwungen worden waren. Sie haben dem Papst ein Gemälde mit dem Titel „Eine Blume, die noch blühen muss“ geschenkt, das von Kim Sun-deok, einer der betroffenen Frauen, gemalt worden war. Darüber hinaus haben sie Briefe auf Englisch übergeben. Das Gemälde zeigt Kim selbst, als sie ein junges Mädchen und eine Knospe war, die noch blühen musste.

Lee Young-hee, eine Hanbok (traditionelle koreanische Kleidung)-Designerin, hat für den Papst Armstulpen entworfen. Lee ist keine Katholikin, aber sie wollte dem Papst ihren Respekt erweisen und stellte die traditionellen Armstulpen her.

Won Hye-seong vom Gyeongju Choi-Klan fertigte für den Papst einen Rosenkranz aus Jade an. Sie schickte auch einen Brief, der das Motto ihrer Familie enthielt: „Niemand sollte in eurer Nachbarschaft im Umkreis von 40 Kilometern hungern.“

Diese Geschenke werden durch die Diözese Daejeon und durch die für den Papstbesuch zuständige Organisation an den Papst übergeben.

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