Segler Kim Seung-jin ist bereit für acht Monate Freiheit auf hoher See

Foto: Korea.net
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Drei Mahlzeiten pro Tag sind keine ausreichende Voraussetzung für eine zufriedene Lebensführung. Der Mensch braucht etwas Wichtigeres. Es sind Träume, die uns dazu antreiben, an die benötigten drei Mahlzeiten pro Tag zu gelangen. Die Art und Weise, in der man seine Träume verfolgt, ist beschwerlich und herausfordernd für alle. Deshalb erscheinen diejenigen, die ihre langgehegten Träume in die Tat umsetzen, dem Rest der Menschheit in einem besonderen Licht.

Segler Kim Seung-jin überquert im Jahr 2013 die Karibik. Kürzlich verkündete er seinen Plan, die Welt zu umsegeln.

Meeresabenteurer Kim Seung-jin ist einer dieser besonderen Menschen, die ihre Träume verfolgen. Er sorgte kürzlich für Aufmerksamkeit, als er seinen Weltumseglungsplan verkündete. Die Reise wird am 18. Oktober mit der Arapani beginnen, einer 13 Meter langen Jacht mit einem vier Meter hohen Mast. Kim plant, nach acht Monaten auf hoher See an den Ausgangspunkt seiner Reise zurückzukehren.

Kim will seine Reise allein durchführen, ohne an irgendeinem Hafen anzulegen und ohne irgendeine Art von Unterstützung anzunehmen.

Kim, der weder einen Elektro- noch einen Benzinmotor verwenden wird, muss die Jacht allein durch Windkraft steuern.

Kims Reise wird am 18. Oktober am Jachthafen Waemokhang in Chungcheongnam-do (Provinz Süd-Chungcheong) starten. Während seiner achtmonatigen Fahrt will er an der Insel Saipan, den Fidschi-Inseln und Neuseeland vorbei durch den Süd-Pazifik segeln, um dann um das Kap Hoorn im südlichen Chile, nach Kapstadt in Südafrika, über den Indischen Ozean und schließlich durch die Sunda-Meeresenge zwischen Java und Sumatra zurück Richtung Norden nach Korea zu fahren. Insgesamt wird er 41.200 Kilometer durch den Pazifik, die Antarktis, den südlichen Atlantik und den Indischen Ozean reisen, wobei er immer ostwärts fährt. Er plant, die Reise Ende Mai nächsten Jahres zu beenden.

Kim plant, um den Globus von A nach D zu segeln.

Foto: Korea.net
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Nur einen Monat vor seiner Traumreise erzählte Kim den Redakteuren von Korea.net ein wenig mehr über seinen Plan.

Es gibt viele andere Sportarten, für die Sie sich hätten entscheiden können. Warum haben Sie das Segeln gewählt?

Es gefällt mir, Neues zu entdecken. Ich mag lieber das Abenteuer als Reisen, die bequem oder entspannend sind. Ich liebe auch Aktivitäten im Wasser. Ich habe das Tauchen gelernt. Als ich jung war, habe ich den Fluss Hangang durchschwommen. Ich bin auch entlang des Flusses Yangtze in China gereist. Vor einigen Jahren habe ich mit dem Segeln begonnen. 2011 und 2012 habe ich ungefähr 20.000 Kilometer von Kroatien nach Korea zurückgelegt und im letzten Jahr weitere 26.000 km von der Karibik bis nach Korea.

Das endlose, grenzenlose Meer ruft in mir die Sehnsucht hervor, eine unbekannte Welt zu entdecken. Das hat dazu geführt, dass ich für eine Zeit das Megaphon des Dokumentarfilmproduzenten, meines eigentlichen Berufs, zur Seite gelegt habe. Es ist einfach fantastisch, dass ich meinen eigenen Weg einschlagen kann.

Wann ist erstmalig in Ihnen der Wunsch entstanden, die Welt zu umsegeln?

Vor rund 13 Jahren war ich in Japan auf Geschäftsreise. Ich las zufällig ein Buch über einen japanischen Seefahrer, dem es gelang, über die Ozeane zu segeln. Ich habe gedacht, dass ich das auch tun könnte und dass es eine unglaubliche Erfahrung sein würde. Damals war ich erst Mitte 40 und arbeitete hart daran, meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Auch war das Segeln etwas, mit dem ich nicht sehr vertraut war. Ich benötigte einige Übung. Seit damals habe ich diesen Traum immer irgendwo in meinem Hinterkopf gehabt und gehofft, dass er eines Tages wahr wird. Schließlich habe ich im Oktober letzten Jahres mit den Vorbereitungen begonnen.

Der schwierigste Teil Ihrer Route wird wahrscheinlich das Antarktische Meer sein, wenn Sie das Kap Hoorn im Süden von Chile umfahren. Stimmt das?

Die Route wurde erstmalig von frühen spanischen und portugiesischen Seglern entdeckt. Das Gebiet wird oft wegen seiner berüchtigten starken Winde und starken Wellen „Everest des Meeres“ genannt.

Ich werde von meinem Team über Satellit Wettervorhersagen erhalten, und jeden Moment werde ich Entscheidungen über Richtung und Kurs treffen müssen. Ich trainiere mich, um mit den frostigen Temperaturen und starken Wellen umzugehen und nach einem Schlag durch das Meer wieder meine Kräfte zu sammeln.

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Eine solche Reise kann einsam und gefährlich sein. Warum begeben Sie sich freiwillig in diese Situation?

Der wichtigste Grund ist, dass ich es genieße, weniger bekannte Teile der Welt zu erkunden. Ich hoffe, dass meine Reise bei vielen Menschen auf Interesse stößt. Ich möchte die erste Person sein, die einen Beitrag dazu leistet, eine neue Welt zu schaffen. Es ist wirklich bedauerlich, dass die Leute nicht viel Zugang zu Informationen und Wissen über das Segeln haben. Es ist ein Sport mit einem großen Potenzial. Ich hoffe, dass meine Reise inspirierend für andere ist.

Sie haben Ihre Yacht Arapani genannt, was im Koreanischen der Name einer Seeschlange ist. Warum haben Sie diesen Namen ausgesucht?

Schlangen bewegen sich sehr langsam, aber sie sind in der Lage, lange Entfernungen zurückzulegen. Sie können überall hingehen. Ich dachte, dass der Name zu meinem Segelplan passt. Ich möchte die gesamte Welt in langsamer Geschwindigkeit bereisen.

Sie werden sehr bald mit Ihrer Reise beginnen. Wie fühlen Sie sich?

Ich plane, in 200 Tagen zurückzukehren. Es ist eine wichtige und gefährliche Aufgabe, aber für mich ist dies nur der Auftakt zu meinen Segelaktivitäten. Es ist lediglich der erste Stein, den ich auf mein Spielbrett gelegt habe. Ich werde mich weiterhin der Weiterentwicklung des koreanischen Segelsports widmen.

Es bleibt nur noch ca. ein Monat, bis Kim mit seiner Reise beginnt. Viele Menschen schicken ihm Botschaften der Unterstützung. Sie wünschen ihm Erfolg und hoffen auf seine sichere Rückkehr. Wenn Sie ihm eine Nachricht senden möchten, besuchen Sie bitte seine verifizierte Facebook-Seite (https://www.facebook.com/goyacht).

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