Shanhai-Pass definiert Grenze in der koreanischen und chinesischen Geschichte

Kim Hak Joon, (li.) Präsident der Northeast Asian History Foundation, und Kim Jung-bae, Präsident des National Institute of Korean History

„Der Alte Kopf des Drachen ist das östlichste Ende der Chinesischen Mauer.“

Er befindet sich in der Stadt Qinhuangdao, Provinz Hebei, in der Volksrepublik China, und ein Forscherteam untersucht die koreanische Geschichte und besuchte den Ort am 14. Juli.

Kim Hak Joon, Präsident der Northeast Asian History Foundation (NAHF, Stiftung für nordostasiatische Geschichte), und Kim Jung-bae, Präsident des National Institute of Korean History (NIKH, Nationales Institut für koreanische Geschichte), haben beide gesagt, dass der Shanhai-Pass, wo die Chinesische Mauer auf das Meer trifft, die Grenze sei, die Korea und China trennt und deren Geschichte definiert. Der Alte Kopf des Drachen verlängert die Küstenlinie und mündet in das Bohai-Meer. Die gigantische Mauer wurde von den alten chinesischen Monarchen erbaut, um sich vor Invasoren zu schützen.

Der Shanhai-Pass ist der östlichste Endpunkt der Chinesischen Mauer und erstreckt sich in das Bohai-Meer. Dank dieses Passes konnten die alten Stämme aus dem Joseon-Reich, die Mongolen und die Jurchen problemlos nach China kommen.

Historische Unterlagen belegen, dass zahlreiche Stämme bereits im siebten Jahrhundert v.Chr. mit dem Bau der Chinesischen Mauer begonnen haben. Viele Völker wie die Chu, die Qi, die Wei, die Han, die Yan, die Qin und die Zhao, haben in dieser Frühlings- und Herbstperiode(771 v.Chr. - 476 n.Chr.) sowie in der Zeit der streitenden Reiche (476 v.Chr. - 221 n.Chr.) gelebt. Zu verschiedenen Zeiten mussten sie alle in ihrem Umfeld Abschnitte der Mauer bauen, um sich vor Angreifern zu schützen. 221 v.Chr. haben die Qin die Stämme vereint und China gebildet. Sie hatten bereits etwa 5000 Kilometer der Chinesischen Mauer gebaut und u.a. kleinere Burgen miteinander verbunden, die die Yan und die Zhao gebaut hatten. Die Chinesische Mauer erhielt ihre heutige Gestalt zur Zeit der Ming-Dynastie (1368 – 1644). Die Gesamtlänge der Mauer beträgt 5600 Kilometer vom Shanhai-Pass im Osten bis zum Jiayu-Pass im Westen.

Die Menschen haben eine große Festung am Shanhai-Pass gebaut. Als ein von Gott gemachter Engpass oder „Rachen“ bildete er einen wichtigen Pfad nach China und aus China heraus. Er wurde auch „Erstes Pass unter dem Himmel“ genannt, was darauf hindeutet, dass es das erste Tor nach China war. Dank dieses Tores konnten die Menschen aus Joseon, die Mongolen und die Jurchen nach China kommen.

In China wurde die Mauer lange Zeit als Monument betrachtet, das durch die Zusammenarbeit verschiedener Stämme entstand. Aus diesem Grund wird es als wertvolles Erbe im Hinblick auf Geschichte, Kultur und Kunst sowie Architektur und heute als touristischer Anziehungspunkt in Ehren gehalten. 2004 begann die chinesische Regierung mit der Erkundung der Mauer und veranlasste Studien über seine Geschichte, um all die verschiedenen Aspekte zu schützen. Teil dieser Forschungen wären hisPassische Neuinterpretationen über die Mauer. 

Ein Sprecher der beiden historischen Organisationen - der Northeast Asian History Foundation und des National Institute of Korean History – erklärte, dass die chinesischen Lehrbücher für die Mittel- und Oberschule einen groben Fehler enthielten. Die Behauptung nämlich, dass die östlichsten Enden der Mauer, die von den Yan und den Qin gebaut wurden, weder am Fluss Taedonggang – der durch Pjöngjang fließt – noch weiter nördlich an der Mündung des Flusses Chongchongang liegen, die sich nördlich von Pjöngjang im Gelben Meer befindet. Beides ist nicht korrekt, erklärte der Sprecher, da in der Provinz Hebei zu sehen ist, dass die Chinesische Mauer am Alten Kopf des Drachen endet.

Die Festung am Shanhai-Pass wurde während der Ming-Dynastie (1368-1644) erbaut. Die Originalform des Festungsbaus ist gut erhalten (Fotos: Wi Tack-whan).

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