Spanier wird Direktor eines koreanischen Museums für moderne Kunst

Das Nationale Museum für moderne und zeitgenössische Kunst (MMCA) in Korea hat erstmalig in seiner Geschichte einen Nichtkoreaner zu seinem neuen Direktor ernannt.

Bartomeu Mari Ribas, der spanischstämmige ehemalige Präsident des Internationalen Komitees für Museen und Sammlungen moderner Kunst (CIMAM), wurde für die Leitung des MMCA ausgewählt und nahm seine dreijährige Amtszeit offiziell am 14. Dezember auf.

Der neue Direktor war künstlerischer Leiter des Witte de With Centers for Contemporary Art in den Niederlanden und leitete auch das Museum für zeitgenössische Kunst im spanischen Barcelona.

Während einer Pressekonferenz nach seiner Ernennung stellte Direktor Mari seine Pläne für seine dreijährige Amtszeit im Museum vor. Er plant, dem Museum verstärkt Zugang zur internationalen Bühne zu verschaffen, und möchte das Museum noch stärker zu einem Ort machen, an dem sich die Besucher über die Vielfalt der modernen Kunst informieren können.

„Ich werde das MMCA zu einem der führenden Museen für zeitgenössische Kunst weltweit machen. Mein Ziel ist es, dass das Museum eine Rolle darin spielt, dass sich die Menschen im Museum an einer Vielzahl von Aktivitäten beteiligen und dass das Museum auch als Produzent solcher Aktivitäten auftritt“, sagte er in einer Pressekonferenz.

„Ich kann als Organisator von Ausstellungen, als Ausbilder und auch als Kurator auf eine über 30-jährige Karriere zurückblicken. 25 Jahre dieser Karriere waren von einer Vielzahl an Erfahrungen geprägt, in denen ich zahlreiche Kunstorganisationen geleitet habe. In meiner jetzigen Position als Direktor und Kurator werde ich nun das Museum darin unterstützen, seine Identität als Kunstmuseum zu bewahren und Beziehungen zu anderen Ländern, Regionen und Organisationen weltweit zu knüpfen“, bemerkte er.

Der Direktor stellte seinen Zuhörern dann einen grundlegenden Plan vor, wie er das Museum leiten will. „Da die Gwangju Biennale ein gutes Beispiel für die Einrichtung eines institutionellen Rahmenwerks zwischen Künstlern und Gesellschaft ist, ein Novum in asiatischen Ländern, glaube ich, dass Korea das am besten geeignete Land ist, um ein völlig neues Modell einzuführen. Anstatt ein Modell von außerhalb zu übernehmen, werde ich das Museum zu einer neuen Form von Informationskanal ausbauen, der im öffentlichen Raum existiert.“

Er machte noch ein weiteres seiner Anliegen publik: seine Koreanischkenntnisse zu verbessern. „Innerhalb eines Jahres werde ich die koreanische Sprache bis zu einem Punkt lernen, an dem ich eigenständig mit Koreanern kommunizieren kann, auch wenn ich dann noch nicht perfekt in der Sprache sein werde.“

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