Violinistin Suyoen Kim kehrt mit Beethoven zurück

Die Violinistin Suyoen Kim ist mit Werken von Beethoven in die Klassikszene zurückgekehrt.

Ihr neuestes Album „Beethoven: Violin Concerto, 2 Romances”, das von der Deutsche Grammophon veröffentlicht wurde, ist seit dem 16. März im Handel erhältlich.

Das Konzert für Violine und Orchester D-Dur, op. 61, ist Beethovens einziges Violinkonzert. Es gilt als eines der drei berühmtesten Violinkonzerte der Welt, neben denen von Mendelssohn-Bartholdy und Brahms. Als der ungarische Violinist Joseph Joachim (1831-1907) 1844 im Alter von 13 Jahren das Konzert aufführte, entwickelte es sich zu einem der bekanntesten Violinkonzerte der Welt und zu einem Prüfstein für die Virtuosität der weltweit herausragendsten Violinisten. Der in Österreich geborene Geiger Fritz Kreisler (1875-1962) veröffentlichte seine erste Aufnahme von Beethovens Violinkonzert 1926. Seitdem sind viele andere Künstler in seine Fußstapfen getreten.

Suyoen Kim wurde von Kritikern dafür gelobt, „über einen musikalischen Lyrizismus zu verfügen, der für ihr Alter ungewöhnlich ist”. Nach ihrem letzten Auftritt mit dem Seoul Philharmonic Orchestra wurde sie für ihre Fähigkeit gepriesen, „aus dem Instrument die vollständige Bandbreite seines Tonumfangs herauszulocken“. Kims Ton ist frisch und kunstvoll, aber auch reich und kompakt. Wenn sie ungebremst spielt, kann sie ein ganzes Orchester dominieren, aber in ihrem letzten Album hat sie sich dafür entschieden, sich etwas zurückzunehmen und stattdessen darauf zu fokussieren, „mit einem vollen und gleichzeitig weichen und warmen Klang“ zu spielen. Die enormen Anstrengungen, die die Violinistin in die Kreation ihres eigenen Klangs steckt, ist wahrscheinlich der Grund, warum es ihr gelingt, die Großartigkeit von Beethovens einzigem Violinkonzert zu rekonstruieren, das er auf der Höhe seiner Schaffenskraft komponierte.

Ihre Performance erhält zusätzlichen Glanz durch das Württembergische Kammerorchester Heilbronn, das von dem armenischen Dirigenten Ruben Gazarian geleitet wird und Kims Solos einen facettenreichen und harmonischen Rahmen verleiht.

Suyoen Kim begann im Alter von 5 Jahren mit dem Violinspiel und studierte acht Jahre lang bei Helge Slaatto an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, vom Alter von 12 bis zum Alter von 20 Jahren. Sie wurde dann Schülerin von Ana Chumachenko an der Hochschule für Musik und Theater München.

Gegenwärtig tritt sie in ganz Europa mit großen Orchestern auf.

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