Wir müssen ein neues Quarantäne-System entwickeln, um einen besseren Umgang mit MERS zu finden: Präsidentin

Präsidentin Park Geun-hye (Zweite von rechts) trifft sich am 19. Juni mit der Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation, Margaret Chan (links), im Präsidialamt Cheong Wa Dae und bittet die WHO und die internationale Gemeinschaft um Unterstützung zur Eindämmung der lebensbedrohlichen Krankheit MERS.

„Nach dem Ausbruch und der Verbreitung des MERS-Virus hat die koreanische Regierung die Notwendigkeit zur sorgfältigen Überprüfung des Quarantäne-Systems des Landes erkannt. Wir werden mit Experten im In- und Ausland zusammenarbeiten, darunter die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Zentren zur Vorbeugung und Bekämpfung von Seuchen (CDC), indem wir ein neues Quarantäne-System entwickeln, um einen besseren Umgang mit neuen Arten ansteckender Viren zu finden.“

Dies sagte Präsidentin Park Geun-hye in ihrem Gespräch mit der WHO-Generaldirektorin Margaret Chan am 19. Juni im Präsidialamt Cheong Wa Dae. Während der Gespräche bat Präsidentin Park die Generaldirektorin der WHO um die Entsendung von Experten nach Korea, um bei der Überprüfung des derzeitigen Quarantäne-Systems zur Verhinderung einer Ausbreitung der Seuche behilflich zu sein und ein neues Quarantäne-System im Interesse eines besseren Krisenmanagements zu entwickeln.

Die Präsidentin brachte ihre Dankbarkeit gegenüber der UN-Gesundheitsbehörde zum Ausdruck, die in Reaktion auf die MERS-Krise mit dem Land zusammengearbeitet hat.

„Die WHO hat unmittelbar nach dem Ausbruch von MERS Experten entsandt. Die Experten haben die Ursache für den Ausbruch sofort erkannt und rechtzeitig Maßnahmen zur Verhinderung einer weiteren Ausbreitung der Seuche angeboten“, sagte Präsidentin Park. „Ich bin der WHO wirklich dankbar, dass sie die internationale Gemeinschaft über die Krise informierte, die das Land getroffen hat. Die schnelle Antwort hat uns geholfen, sofortige und effektive Vorsichtsmaßnahmen gegen das Virus zu ergreifen“, fuhr sie fort.

„Korea ist ein Land, das ein exzellentes medizinisches System aufgebaut hat, einschließlich der hochqualitativen Gesundheitsdienste und der Gesundheitsversicherung“, sagte die WHO-Generaldirektorin. „Die Menschen haben einen leichten Zugang zu Krankenhäusern, und Patienten werden auf unkomplizierte Weise von einem Krankenhaus in ein anderes verlegt. Diese Vorzüge wurden allerdings zum Grund für die schnelle Verbreitung des Virus, da die Menschen ihre Angehörigen oder Freunde in den Krankenhäusern aufsuchten“, fügte sie hinzu.

„Es ist normal, dass im Fall eines unerwarteten Krankheitsausbruchs jedes Land zunächst in Aufruhr gerät, weil es mit der Situation überfordert ist. Auch Korea scheint das Virus zunächst unterschätzt zu haben und hat zu Beginn versäumt, angemessen zu handeln, um die Ausbreitung der Seuche zu verhindern. Seither hat sich das Land jedoch aufs Äußerste bemüht, eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern, indem es sein Quarantäne-System umgehend und systematisch verstärkt hat“, sagte Chan.

Präsidentin Park Geun-hye (rechts) begrüßt die Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation, Margaret Chan, am 19. Juni im Präsidialamt Cheong Wa Dae (Fotos: Cheong Wa Dae).

„Ich denke, dass die jüngsten Schulbesuche der Präsidentin der richtige Schritt sind. Es ist wichtiger, die Schulen wieder zu öffnen und die Schüler anzuhalten, ihre Hände oft zu waschen“, betonte Chan. „Die Zentralregierung muss auch mit den Behörden der Lokalregierungen zusammenarbeiten, um das Quarantäne-System zu verbessern. Auch die Öffentlichkeit sollte sich an die Richtlinien der Regierung im Umgang mit der Seuche halten.“

„Seoul wird im September dieses Jahres die Konferenz zur Global Health Security Agenda (Sicherheitsagenda zur Weltgesundheit) ausrichten. Die Konferenz wird einen Informations- und Erfahrungsaustausch der internationalen Gemeinschaft über neue ansteckende Viren ermöglichen und die internationale Zusammenarbeit auf diesem Gebiet weiter fördern“, betonte die Präsidentin.

 

 

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